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 JARLTECH CEO-BLOG
 Gerüstet zum Endspurt 2016
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
17.11.2016
Rechtzeitig im vierten Quartal eröffnet Jarltech neue Flächen für mehrere tausend Paletten sowie einen ganz neuen Logistikbereich, der die Versand-Kapazitäten verdoppelt. Unsere Staging-Abteilung, die auch mittlerweile im 24-h-Betrieb läuft, bekommt ebenfalls neue Flächen.

Als nächstes steht an, und das ist wichtig für Sie, unseren Kunden-Support auszubauen. Nicht nur, dass der Kunden-Support Mitte nächstens Jahres eine nagelneue 600-qm-Fläche erhält (die Baugenehmigung steht mal wieder aus) - wir investieren hier derzeit kräftig in die Service-Qualität. Damit sind nicht nur die Aufbereitung von Demo-Geräten und das Abarbeiten von RMAs gemeint, sondern konkrete Unterstützung für Sie bei der Implementierung Ihrer Lösungen auf unserer Hardware - ganz gleich ob Windows oder Android. Dazu sind viele interne Schulungen notwendig, und auch eine starke Spezialisierung unserer Mitarbeiter. Auch unsere Service-App und die RMA-Software werden nochmals verfeinert.

Wir möchten hiermit betonen, dass "Value Add" für uns nicht nur ein Bullet Point in einer Powerpoint-Präsentation ist, sondern tatsächlich aktiv gelebt wird. Wenn Sie mehr Einblick bei Jarltech erhalten möchten, verweise ich gerne auf die Videos auf unserer Webseite. Es gibt auch ein "Jarltech-Buch" über unsere Geschichte und unsere Leistungen - ein Anruf genügt!

Bleibt zu hoffen, dass uns auch in diesem Jahr keine plötzlichen Wintereinbrüche die Logistik verhageln - und alles läuft wie geschmiert!
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 Mit dem Zug aus China
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
17.10.2016
Bisher bekommen wir Ware aus China per Schiff, oder in eiligen Fällen, wenn wir es nicht abwarten können, allenfalls per Flugzeug. Nun testen wir das erste Mal eine Bahnverbindung. Die Weihnachtsgeschenke für unsere Top-Kunden werden nicht rechtzeitig fertig - mit dem Schiff dauert es deshalb zu lange. Nicht, dass eine Luftbeförderung zu teuer wäre für unsere besten Kunden, aber die Bahn passt hier gerade recht.

Nun gibt es schon länger eine solche Verbindung, aber dass man hier einen zweiwöchigen, sehr zuverlässigen Service hat, auch wenn man keine kompletten 40ft-Container füllt, ist neu. Gut, jetzt können wir uns die Geschenke eigentlich auch sparen, nachdem ich schon gesagt habe, dass sich das Einfliegen der Ware nicht lohnt und dass die Geschenke nicht groß genug sind, um einen Container zu füllen. Ja, tut mir leid :)

Verladen wird im schönen Suzhou, gar nicht so weit weg von Shanghai. Eigentlich für europäische Verhältnisse doch weit weg - ich würde dort gerne im November hinfliegen, weil wir auf der "POS China"-Messe ausstellen, aber Suzhou hat als einzige Zehn-Millionen-Stadt in China nicht wirklich einen Flughafen. Macht nichts, China hat das beste Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz der Welt. Natürlich nur vom Inlandsflughafen in Shanghai, mal wieder nicht von dort, wo man von Frankfurt aus hinfliegen kann. Aber ich will jetzt nicht zu viel jammern.

Praktisch ist allerdings, dass genau in dieser Stadt Honeywell seine Scanner-Fabrik hat, und Elo hat dort gerade im letzten Monat eine moderne Fabrik eingeweiht.

Der nächste größere Halt des Zuges ist in Aktogay (nie gehört) in Kasachstan, dann geht es durch Russland - Osinki und Moskau. Vor dem Transit durch Weißrussland müssen die Container auf einen anderen Zug geladen werden, weil die Spurweite der Gleise sich ändert. Weiter geht’s zum Endpunkt nach Malaszewice in Polen. Zumindest ist das der Halt für unsere Geschenke, Ware nach Frankfurt wird dort abgekoppelt und per Truck transportiert. Der Zug fährt dann entweder nach Duisburg oder nach Hamburg weiter.

Der ganze Spaß dauert gerade einmal 14 Tage, wenn die Sachen unterwegs nicht einfrieren. Meine letzte Personenzugfahrt in Russland ist 25 Jahre her, und ja, ich bin eingefroren. Die Schiffe allerdings werden immer langsamer, denn die Frachtpreise fallen so stark, dass die Schiffe sich offenbar mehr mit der Strömung und dem Wind fortbewegen, statt ihren Motor zu benutzen. Der Preis ist doppelt so hoch wie für den Seetransport, aber beträgt nur ein Drittel der Luftfrachtkosten.

Auch von Wuhan, Changsha und Shenyang gibt es mittlerweile Zugverbindungen nach Deutschland. Ich finde das beeindruckend, und wir werden dementsprechend im nächsten Jahr größere Geschenke einkaufen, und früher. Tatsächlich, wenn man sich die Christstollen in den Supermärkten zurzeit anschaut, sind wir tatsächlich etwas spät dran :)
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 Unser neuer Hauptkatalog und das Beauty Business
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
06.10.2016
Wir sind stolz auf unseren neuen Hauptkatalog, der in diesen Tagen bei Ihnen eintrifft. Wir sind deshalb stolz, weil unsere Marketing-Abteilung das 400-Seiten-Werk komplett selbst produziert - ob nun Produktfotos, Drohnenfotos vom Gelände, zehntausende Texte und natürlich auch das Cover.

Als Eyecatcher suchen wir für jede neue Ausgabe ein Model aus, und machen Fotos. Das klingt nach Vergnügen, aber es ist harte Arbeit. Da unser "Maskottchen" immer ein Jahr lang auch auf Jarltech-Veranstaltungen zu sehen ist, auf Messeständen in China abgebildet ist und natürlich auch auf unserer Webseite, brauchen wir ein Model, das nicht nur gut aussieht, sondern auch sonst zu Jarltech passt.

Dieses Jahr freuen wir uns, dass wir Laura Franziska, bekannt aus der aktuellen Staffel von "Germany´s Next Topmodel" für unser Cover gewinnen konnten. So professionell haben wir noch kein Model erlebt; statt stundenlang an einer Einstellung zu arbeiten gelingt alles sofort. Ob Fotos mit Datenerfassungsgeräten oder mit mir in einer Weihnachtsmann-Verkleidung: Das Lächeln sitzt immer.

Und glauben Sie mir, das ist nicht selbstverständlich. Es fängt schon beim "Casting" an, wo man sich wirklich teilweise veralbert vorkommt, wenn - wie aus der Fernsehserie bekannt - Mädels auftauchen, die keine Fotomappe dabei haben, Stunden zu spät aufkreuzen oder während der Testbilder lieber mit ihrer neuen großen Liebe telefonieren.

Oder man wählt jemanden aus einer Agentur-Datenbank, und dann kommt die betreffende Person mit der ganzen Familie bei uns an und die Dame erzählt, dass sie in ein paar Wochen 14 wird. Natürlich wäre so jemand nicht geeignet, auf einer Jarltech-Veranstaltung mit mir den Fassbier-Anstich zu machen und eine Ansprache an unsere Partner zu halten. Ich nehme als Erkenntnis daraus allerdings mit, dass sehr gute Visagisten das Alter von Personen beeindruckend stark verändern können, und man vorher fragen sollte.

Beim Shooting selbst, mit unseren Fotografen und Filmern, einer Visagistin und diversen Helfern geht es eher hektisch zu. Und manchmal ist ein Bild in der Sonne geplant, aber es regnet Hunde und Katzen. Oder mein Sohn im Jarltech-Fußball-Trikot will erst einmal einfach nicht lachen, wenn er neben Laura Franziska sitzt, sondern nur neben der Mama :)

Danke an Laura und das Team für die tollen Ergebnisse! Etliche Bilder haben es in den Katalog geschafft oder erscheinen bald. Ihr Ansprechpartner bei Jarltech schickt Ihnen den Katalog gerne zu, falls Sie ihn nicht bekommen haben. Und es gibt ein tolles "Making Of"-Video, das Sie auf unserer Webseite oder in unserem Youtube-Kanal finden. Viel Spaß damit!

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 Die Teichmüllers im Urlaub!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
09.08.2016
Auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen wir derzeit alle paar Tage Urlaubsfotos unserer Mitarbeiter (bitte anschauen! lohnt sich!), und da sonst im Sommer nicht viel passiert, musste auch ich in Urlaub fahren, um etwas zu haben, über das ich mich aufregen kann.

Nachdem ich völlig nutzlos ein Wochenende in Wimbledon verbracht habe (ich durfte nicht mitspielen), die Eintracht mich nicht mit ins Trainingslager genommen hat (Splitter im Fuß) und ich auch bei Olympia in Rio beim Tischtennis nicht zum Einsatz kam (ich hatte vergessen mich anzumelden), bin ich also auf Mallorca gelandet. Mit meiner Familie, die ich eigentlich sehr mag, und die nichts dafür können, mit mir Urlaub machen zu müssen. Erst drei Wochen vorher gebucht, im nagelneuen Park Hyatt Hotel im Nordosten der Insel, und auch noch fast "umsonst". Schließlich bekomme ich als Schadenersatz für meine ständigen Aufenthalte in China immer jede Menge Bonuspunkte von der Hyatt-Hotelgruppe, und die mussten mal weg.

Und ich habe in diesem Urlaub viel gelernt, und zwar über Personalführung. Da macht so ein Nobelhotel auf, mit geplanten Preisen ähnlich des Burj Al Arab in Dubai, und einem tollen Konzept, aber alles geht schief. Der Fast-Höhepunkt war der Geburtstag meiner Frau: an dem Tag waren wir außer Haus, und ich hatte vorher schriftlich Champagner und einen Geburtstagskuchen bestellt. Und weil ich weiß, wo wie und wann Logistik schief gehen kann (ich weiß das daher, weil bei der Jarltech-Logistik nie etwas schief geht), rufe ich an dem Tag noch einem an: "Wir sind in einer Stunde zurück, ist der Champagner da?". Ja, natürlich.

Ankunft im Hotel: Kein Champagner, aber ein Kuchen! Mit der Aufschrift: "Happy Birthday Mr Teichmüller". Nein, meine Frau hat den selben schönen Nachnamen wie ich, und kennt auch keinen "Teichmüller". Mit dabei war noch eine Karte vom Management, "Dear Mr Meier, we apologize for the problems with your door." Auch den kennen wir nicht, unsere Tür ist völlig in Ordnung, aber es gab immerhin Kekse zu der Karte. Vielleicht kann dieser Meier wegen der Tür-Problematik nicht in sein Zimmer und kommt später noch zu uns.

Und die beste Ehefrau von allen, ohnehin gezeichnet von ihrem schlimmen runden Geburtstag (sie wurde 25 -- oder sieht zumindest so aus), fand es gar nicht lustig. Mein 8-jähriger Sohn hingegen schon, jedenfalls lief er mit dem Kuchen quer durch die Anlage und fragte überall, wer denn hier der Teichmüller sei. Den gab´s aber nicht. Kein Teich, kein Müller. Nur den Meier, der vielleicht auch wegen der Türproblematik eingesperrt in seinem Zimmer sitzt, und keine Kekse bekommt.

Natürlich kann man höflich bleiben und muss nicht wutschnaubend in die Hotelhalle stürmen, aber es war vielleicht auch nicht hilfreich, dass eine Stunde lang niemand in dem Hotel das Telefon abgehoben hat. Nicht mal die "Emergency-Hotline". Alle sind wohl viel zu beschäftigt damit, Kuchen zu beschriften. Und dann wird man immer so behandelt, als will man nur auf einen Fehler hinweisen, um dafür eine Entschuldigung zu "kassieren". Nein, ich hätte einfach nur gerne einen Kuchen und eine Flasche Champagner gehabt. Und keine 500 Hyatt-Punkte als Entschädigung. Meine Frau wird XX Jahre alt und hier: Schatzi, ich habe 500 Hyatt-Punkte für Dich!!!
Ich merke, ich werde gerade wieder sauer, also jeder von Ihnen, der jetzt meint, Jarltech hätte auch schon mal eine Fehllieferung durchgeführt, bleibt besser ganz ruhig :) Oder rufen Sie den alten Teichmüller an, in der Reklamationsabteilung. Der ist allerdings oft krank, Folgeschäden weil er ständig Kuchen essen muss.

Interessant ist, dass meine Frau, vermutlich aus Ärger über den Kuchen, nachts um drei Uhr das Schlafzimmer verlässt und durch das Wohnzimmer wandelt (den wirklichen Grund werden wir nie erfahren). Wenn es nicht am Kuchen lag, dann vielleicht am fortgeschrittenen Lebensalter (Schatz, ich weiß, Du liest meinen Blog nie, aber falls doch: ich schreibe das gar nicht selbst). Das Zimmer ist dunkel, die einzige Lichtquelle ist eine rote Leuchte neben der Tür, die anzeigt, dass wir "Do Not Disturb" aktiviert haben. Und in dem Moment geht eben diese rot beleuchtete Tür auf, und ein Mann kommt herein, meine Frau sagt "Hallo" -- er sagt "Pardon" -- Abgang. Was wollte der wohl?

Das Hotel sagt: "keine Ahnung, was der wollte und wer das war". Ich sage: "Sorry Leute, diese RFID-Zimmertüröffner, die verkaufen wir auch, ich weiß genau, dass ihr binnen Sekunden rausfinden könnt, wer da die Tür aufgemacht hat". Aha. Also doch. Es war jemand, der etwas in Zimmer 113 reparieren sollte. Vielleicht die Aufschrift auf einem Kuchen ändern. Nachts um drei. Natürlich ist Zimmer 113 nicht mal im selben Gebäude wie unser Zimmer. Und natürlich signalisiert "Do not Disturb" einerseits: "Die Leute sind im Schlafzimmer und pennen, jetzt kannst Du gefahrlos das Wohnzimmer ausräumen" oder es signalisiert: "Du musst hier was reparieren, aber die Gäste sind offensichtlich doch da und schlafen, also rufe mal beim Empfang an und frage nach". Man muss ja wissen, ob die Teichmüllers schlafen oder nicht. Wie ich nun weiß, kann "Do Not Disturb" vielseitige Aussagen haben. Ich hatte diesen Satz bislang unterschätzt.

Um nicht zu vergessen es zu erwähnen: das Wetter war schön, das Essen lecker, erholt sind wir auch, und man kann nie besser entspannen als wenn man weiß, dass man selbst für den ganzen Mist einfach nicht verantwortlich ist.

Und schon wieder: nach Diktat verreist, Ihr Teichmüller.
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 So war 2015!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
01.06.2016
Wie immer an dieser Stelle, ein paar Worte zum vergangenen Jahr, nachdem wir unsere Finanzierungspartner heute in unserer jährlichen Bilanzkonferenz ebenfalls mit den endgültigen Unterlagen versorgt haben.

Unser Gruppenumsatz hat sich um 25% auf 173 Mio Euro gesteigert, das EBIT auf 4,5 Mio Euro, immerhin noch um 15%. Der Umsatz hat sich seit 2011 somit mehr als verdoppelt. Beide Werte liegen deutlich oberhalb unserer Planung, eigentlich wie immer :) Schön ist auch, dass wir unser Eigenkapital weiter steigern konnten, die Quote liegt nun bei über 26% und baut sich somit weiterhin kontinuierlich auf.

Im Durchschnitt haben wir im Jahr 2015 200 Mitarbeiter beschäftigt, und bauen hier besonders in den Bereichen Logistik und Vertrieb weiter aus. Bereits 2015 haben wir 153.000 Lieferungen durchgeführt, mit insgesamt über 400.000 Paketen und Paletten. Der durchschnittliche Auftragswert ist erstmals über 1.000 Euro gestiegen.

2016 ist bereits von weiterem starkem Wachstum geprägt. Dazu führen wir noch 2016 zwei neue Baumaßnahmen durch, um unsere 24-Stunden-Logistik zu erweitern. Dabei werden einige Abteilungen innerhalb des Geländes verlagert, um etwa 3.000 neue Paletten-Stellplätze zu schaffen.

Mein Dank gilt allen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Wir arbeiten weiter hart daran, unsere Position auszubauen!

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 Die perfekte Bloody Mary kommt aus China!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
24.05.2016
Ich trinke gerne guten Wein, das gebe ich gerne zu. Niemals aber trinke ich harten Alkohol - und auch keine Cocktails, weil da "solcher" Alkohol ja meistens enthalten ist. Selbst unsere Lieferanten, auch wenn einige es immer wieder mit aller Macht versuchen, schaffen es nicht, daß ich nach dem Dienst Schnaps trinken muss. Eigentlich wollte ich überhaupt mal wieder einen Blog-Eintrag über einen unserer gemeinsamen Lieferanten schreiben, aber ich bin sehr friedlich heute.

Entgegen dieser Grundsätze hat mir Alex, der Barchef der "Penthouse-Bar" im Grand Hyatt Shenzhen, dem besten Hotel der Welt, eben einen Cocktail aufgezwungen, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten darf.

Nachdem das Rezept für "Sam`s Chili Con Carne" die meisten Likes und Nachfragen ausgelöst hat, ist es wieder höchste Zeit für ein Rezept.

Natürlich, das Cocktail-Rezept klingt nach "Bloody Mary", ist es irgendwie wohl auch. Aber nicht zu verwechseln mit Tüten-Tomatensaft, Kaufhaus-Wodka und Tabasco - am besten Tomatensaft und Wodka 1:1, wie für Hemingway in Harry´s New York Bar. Sondern ein Drink, der in der Zubereitung 30 Minuten dauert, die sich lohnen. Vermutlich ist das Zeug am Ende sogar noch gesund :)

So funktioniert´s:

2 cl Wodka Belvedere
in der Flasche werden 30 Körner grüner Szechuan-Pfeffer eingelegt, und zwar ein halbes Jahr lang, bevor der Wodka benutzt wird

6 cl Tomatensaft
25 Kirsch-Tomaten mit Haut in ein wenig Olivenöl in der Pfanne rösten. Schnell auf Zimmertemperatur kühlen, dann pürieren

Dazu kommt noch etwas Sellerie-Salz, und frisch zerkleinerter schwarzer Pfeffer (wie immer mit der Jarltech-Pfeffermühle, siehe Jarltech Bonusshop!). Bitte kein Eis, der Saft ist wässrig genug, lauwarm ist genau richtig dafür. Dank der Tomatenkerne und Hautreste kaut man automatisch nach jedem Schluck, was die Wirkung des Pfeffers im Mund voll entfaltet.

Falls jemandem die Frage im Mund liegt, ob das auch in drei Minuten im Thermomix geht: Einfach die Frage runterschlucken, und weiter selbstgemachte Bananen-Shakes trinken!

Cheers!

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 Danke für die Blumen!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
13.05.2016
Wir haben ja oft Veranstaltungen bei uns im Haus, wie diese Woche eine technische Schulung von Honeywell. Wie brillant die Technik unserer Hersteller auch sein mag, so versuchen wir doch jedes Mal unsere Kunden drum herum zu begeistern ... nicht nur mit einer inhabergeführten Unternehmenstour und mit exzellentem Essen, sondern auch durchaus mit dem "personal touch". In diesem Fall hat ein "Leiter Forschung und Entwicklung" eines herausragenden Systemhauses angefragt, wie er mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Usingen kommt, und das über eine ziemliche Distanz. Er wäre ewig unterwegs gewesen.
Meine Bauchentscheidung war sofort: "Schickt dem Herrn einen Fahrer mit einer Limousine, und holt ihn ab!" Dabei ging es nicht darum, irgendwen zu beeindrucken - ich habe mich spontan über die Frage gefreut, auf die ich keine Antwort wusste, und diese Frage "Jarltech-style" gelöst. Und jeder unserer Mitarbeiter hätte genauso entschieden. Hier das Feedback des Kunden am selben Tag, um 23:00 Uhr:

---
Sehr geehrter Herr Spranger,

zuallererst möchte ich mich für den freundlichen Fahrdienst von Herrn Kollek bedanken. So einen exklusiven Kunden-Service habe ich bisher noch nirgendwo erlebt.
Außerdem wollte ich mich für das sehr gelungene Honeywell-Seminar bedanken, wodurch ich einen sehr guten Einblick in das Produktportfolio von Honeywell erhalten habe.
Sehr gut gefallen hat mir außerdem der Showroom, wo ich mir die anderen Produkte anschauen und mich von ihrer Qualität überzeugen konnte.
Leider waren Sie nach Ihrer Führung nicht mehr da, weswegen ich es verpasst habe mich persönlich bei Ihnen zu bedanken.
Ich bin beeindruckt von der autarken, familiären und herzlichen Struktur Ihres Unternehmens. Als ein Freund der guten Küche war ich außerdem positiv überrascht von den ungewöhnlichen Werbegeschenken und freue mich darauf, einige der Rezepte auszuprobieren.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen stetig steigende Umsätze sowie noch eine erfolgreiche Restwoche.
---

Was lerne ich daraus?
Erstens, als Inhaber in einem Unternehmen ansprechbar zu sein, ist gut. Zweitens, nach einer Führung durch unser Unternehmen später ebenfalls noch präsent zu sein, wäre noch besser gewesen. Bis demnächst auf einer Veranstaltung bei Jarltech!

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 Geldzählmaschine zur Verwaltung der eigenen Armut :)
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
09.02.2016
Bei 1000 Bestellungen am Tag gibt es leider gelegentlich auch mal einen Kunden, der seine Rechnung nicht bezahlen will oder kann.

Was mich aber wirklich stutzig macht, ist der Fall einer Firma, die bei uns mehrere Geldzählmaschinen für Euro-Scheine bestellt hat - und sich dann 14 Tage später als zahlungsunfähig herausstellt.

Was bitte wollten die zählen? :)
Oder war das schon ein konkreter Hinweis an den Insolvenzrichter, dass die Geschäftsleitung wenigstens genau wissen wollte, mit wieviel Geld man sich absetzt?

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 Millennials: Keine Schreibtische mehr in Hotels
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
22.01.2016
Mir fällt partout nicht ein, was das bringen soll: Die Hotelkette Marriott gibt bekannt, aus ihren weltweit 500 Hotels alle Schreibtische zu entfernen. Nein, es ist nicht der erste April, und Marriott möchte trotzdem weiterhin Geschäftsreisende begrüßen.

Also fragt man doch einfach seine Lieblings-Suchmaschine und erfährt, dass das eine Idee der Marriott Design Labs ist. Und zwar, weil die "Millennials" keine Schreibtische mehr mögen, sondern in ihrem Zimmer lieber "rumhängen" als am Tisch zu sitzen.

Gerne mal "Rumhängen" verstehe ich, aber müssen diese "Millennials", die irgendwo zwischen 1990 und 2000 geboren sind, denn auf Geschäftsreisen gar nicht arbeiten? Oder mal den Laptop zum Aufladen hinstellen? Nein, sagt Marriott, denn die "Generation Y" nutzt nur Smartphones und Tablets, am liebsten "rumhängend" auf dem Sofa. Gedruckte Seminarunterlagen, Akten oder sowas gab´s zuletzt in den 80ern. Schaut man sich so ein Zimmer mal an, dann gibt es vor dem Sofa noch einen minimalistischen "Coffee-Table", zu niedrig um daran zu arbeiten oder zu essen. Roomservice-Essen geht dann auch nur noch auf dem Bett? Auf dem Sofa sitzen würde bei mir nicht funktionieren, weil da ja Laptop, iPpad und iPhone zum Aufladen liegen, nebst Aktenkoffer, weil ich vielleicht heimlich doch mal eine Akte raushole (was mir mittlerweile peinlich ist, denn das ist offenbar völlig unmodern). Ist man nicht alleine im Zimmer, multipliziert sich das Problem.

Ich glaube: Marriott hat sich da ein Eigentor geschossen und ist den Design-Leuten gefolgt, die auch schon der Meinung waren, dass ein Bad in einem Hotelzimmer nur noch von einer Glasscheibe getrennt sein darf und die Badewanne sowieso neben dem Bett am Fenster zu stehen hat. Das ist sicher ganz super auf einer Hochzeitsreise, aber wenn sich zwei Kollegen das Zimmer teilen, soll dann einer im Hotelflur warten, wenn der andere badet? Ich stelle mir das auch interessant vor, wenn ein Ehepartner früh aufstehen muss, und der andere dann im grellen Badezimmerlicht und bei Föngeräuschen weiterhin entspannten Schlaf sucht.

Anzüge sind mittlerweile auch "out", Festnetz braucht kein Mensch mehr und statt Fernsehen gibt´s Youtube. Demnach können Kleiderschränke, Bügelbretter, Telefone und Fernseher auch aus den Zimmern verschwinden. Statt der Kaffeemaschine schlage ich Koffein-Pillen vor, denn weil auch die Lampen durch die Tablet-Beleuchtung überflüssig sind, ist damit die gesamte Elektro-Installation Unsinn. Fenster sind Makulatur, das stört nur beim Ablesen der kleinen Bildschirme.

Sollten die Buchungszahlen zurückgehen: Es liegt an den Gästen, die sind einfach nicht cool genug.

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 Danke für 2015!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
31.12.2015
Unser Team hat 2015 beachtlich gearbeitet: Ein Plus im Auftragseingang von 26% gegenüber dem Vorjahr, und eine Gesamtauftragssumme von 183 Millionen Euro sprechen Bände. Wir haben 153.000 Lieferungen durchgeführt, und knapp 15.000 RMA-Fälle bearbeitet.
Ich bin sehr stolz auf das Jarltech-Team, das auf allen Ebenen zu diesem Erfolg beigetragen hat. Ich bedanke mich aber auch bei unseren Kunden und Lieferanten, die treu zu uns gestanden haben. Auch 2015 konnten wir immer, wenn mal etwas schief lief, mit unseren Partnern konstruktiv Lösungen finden.
Heute Nacht springen alle Zähler wieder auf null, aber wir nehmen die Herausforderung gerne an und freuen uns, auch 2016 mit Ihnen allen zusammenzuarbeiten.
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 Telefonkonferenzen - Spaß muss sein!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
09.12.2015
So, wer außer mir hat noch keine Lust auf endlose Telefonkonferenzen?
Sie kennen das ja: jeder sagt etwas, um etwas zu sagen, bei anderen Teilnehmern bellt der Hund im Hintergrund, und wieder andere sind zugleich in mehreren Konferenzen und verwechseln schon mal, worum es jeweils geht.

Wenn es nicht wichtig ist, und man mal wieder nur dabei sein muss, weil man eben muss, dann kann man sich auch genausogut einen Spaß draus machen. In den meisten Fällen sollten sich mindestens zwei Teilnehmer kennen und konspirativ zusammen arbeiten.

Überall im Netz gibt es Geräusche zum Download. Zum Beispiel das Muhen einer Kuh, oder das Einfahren eines Lokalzuges am Bahnhof von Boston. Hahnkrähen oder Schnarchlaute sind auch sehr beliebt. Diese Geräusche spielen Sie einfach in der Konferenz immer mal wieder ein, und der Kollege, der sich idealerweise angeblich per Mobiltelefon eingewählt hat, hat die Aufgabe, sich für die verschiedenen Hintergrundgeräusche gute Ausreden einfallen zu lassen. Der "Spiegel" schrieb ja neulich so schön über Telefonkonferenzen unter dem Titel "und plötzlich rauscht im Hintergrund die Klospülung" ?– nur dass man sowas natürlich auch absichtlich machen kann :)

Was natürlich gut ist, ist das Einspielen unpassender Musik, lass es ein wenig Schlager oder die Titelmelodie vom Traumschiff sein. Wenn man dann zu zweit jeweils einen nichts ahnenden Dritten immer wieder beschuldigt, doch bitte sein Autoradio abzustellen, weil das die Konferenz stört, kann das durchaus unterhaltsam werden. Besonders wenn Mitbewerber mit in der Konferenz sind können die sich oft nicht so deutlich verteidigen und plötzlich bekommt man neben der Konferenz noch SMS, ob man dann jetzt komplett spinnt.

Altbekannt ist das "Bingo": Man schickt sich unter bekannten Teilnehmern jeweils fünf Begriffe, die in die Konferenz eingebaut werden müssen. Zum Beispiel "Affe, Sesambrot, Kriegszustand, Perücke und Schnecke", und diese Worte müssen dann in das Diskussionsthema eingebaut werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn es um die Fiskalisierung von Kassensystemen in ?–sterreich geht. Versuchen Sie's mal.

John Lefevre (der mit dem Goldman-Sachs-Elevator-Blog) schreibt in seinem Buch, dass er sich früher immer gerne mit einer anderen Leitung schon zehn Minuten früher eingewählt hat. Die meisten Systeme fordern ja zu einer Spracheingabe des Firmennamens auf, und in seinem Fall aus der Bankwelt hat er dann zum Beispiel "Deutsche Bank" (Name eines Wettbewerbers) gesagt, nur um bei einer unangenehmen Forderung eines Kunden dann diese Leitung einfach aufzulegen. Die Konferenzstimme sagt dann "Deutsche Bank hat aufgelegt und die Konferenz verlassen" was regelmäßig zu hastigen Rechtfertigungen des Konkurrenten geführt hat (kein guter Eindruck beim Kunden, und dann ganz dumm, wenn der Mitbewerber einfach sein Telefon auf stumm geschaltet hat, gerade unter der Dusche steht und nichts davon mitbekommt).

Und genau deswegen gibt es kaum Videokonferenzen, weil sich dann ja wirklich jeder auf die Konferenz konzentrieren müsste und die Arbeit bliebe liegen. Nichts ist schlimmer als ein Facetime-Anruf vom Chef, wenn man erst einmal panisch das Weinglas und den Aschenbecker vom Schreibtisch räumen muss und sich nicht mal während des Gesprächs ungestört rasieren kann. Spätestens dann fällt auf, dass man während des anstrengenden Fachseminars in Las Vegas doch öfter am Pool sitzt als im Konferenzraum.

Tatsächlich enden doch "Telkos" meist damit, dass einer der Teilnehmer beauftragt wird ein Papier mit den Inhalten als "Entscheidungsgrundlage" zu verfassen, über die man eigentlich in der Konferenz hätte sprechen und entscheiden wollen.
Dann machen wir uns doch lieber einen Spaß daraus.
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 Jarltech hofft auf Scotland Yard: Als Wirtschaftsprüfer getarnte Ganoven auf Raubzug ...
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
23.10.2015
Aufgepasst! Leider sind wir neulich auf eine Masche hereingefallen, die im Versandhandel von IT-Waren nicht ganz unbekannt ist. Weil wir dachten, dass unsere Spezialhardware nicht so einfach in großen Mengen als Hehlerware vertickerbar ist, waren wir vielleicht etwas unvorsichtig.

Eine große internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, einer der "big four" und zwar deren Technologie-Abteilung in England, hat ein Projekt mit Panasonic-Hardware gewonnen, und uns den Auftrag zur Lieferung erteilt. Ein Kreditlimit war natürlich binnen drei Minuten da.

Wochenlang haben wir mit der Firma verhandelt, und unser englischer Vertrieb nahm dann den Auftrag entgegen. Auf Original-Briefpapier, mit korrekter Umsatzsteuer-ID-Nummer, und von einem Zeichnungsberechtigten unterschrieben.
Die Lieferadresse war natürlich nicht das Hauptbüro in London, sondern ein Außenlager, in dem die Geräte mit Software bespielt werden sollten. Da kam die Ware auch an, fein quittiert.

Als dann Mahnungen verschickt wurden, ist die WP-Gesellschaft aus allen Wolken gefallen: Den Mitarbeiter, mit dem wir ge-emailt haben, gibt es nicht, und auch die Lieferadresse nicht. Wie wir dann von Scotland Yard erfahren haben, gingen binnen weniger Tage an dieser Adresse IT-Waren im Millionenwert ein und sind bis heute verschwunden.

Von unseren Panasonic-Toughbooks, die eben doch wohl einfacher zu verhehlen sind als Kassenschubladen, fehlt jede Spur. Unsere Kreditversicherung zahlt nicht, denn es gab ja keinen Zahlungsausfall, sondern einen Betrug. Die WP-Gesellschaft ärgert sich zwar, davon kann ich mir aber nichts kaufen.

Spuren wird es später geben, denn irgendein Laptop wird mal den Geist aufgeben, und der gutgläubige Kunde wird seinen Laptop zu Panasonic zur Reparatur schicken. Aber dann war der Kunde entweder so gutgläubig, dass er tatsächlich Eigentum - mein Eigentum - erworben hat, oder aber ich gewinne und habe dann einen defekten Laptop. Der dann vermutlich auch gar kein aktuelles Modell mehr ist.

Glücklicherweise ist die Schadenssumme sehr gut erträglich, aber wir haben das ein oder andere Verfahren überdacht. Ständig liefern wir an abweichende Lieferadressen im Auftrag unserer Reseller. Das ist Tagesgeschäft. Aber beim ersten Auftrag, und vor den ersten Zahlungseingängen wird Jarltech deutlich strikter prüfen, ob der Auftraggeber auch den Lieferort kennt, und vor allem: den Auftrag.

Die Sache war letztlich gut gemacht: Sogar im Auftreten war der vermeintliche Technologie-Ableger der WP-Gesellschaft so verwirrt und kompliziert, wie man das von einer der "big four" WP-Gesellschaften erwarten darf :)
Und auch die Original-WP-Gesellschaft hat erst einmal gesagt, der Auftrag sei von ihr, der Mitarbeiter sei aber zwischenzeitlich nicht mehr dort beschäftigt. Es hat dann Wochen gedauert, bis man herausfand, dass der Betrüger dort nicht nur "nicht mehr" beschäftigt war, sondern nie ...

Die Domain der E-Mail-Adresse während der Korrespondenz mit den Betrügern war eben nicht z. B. "wp.com", wie bei der Hauptgesellschaft, sondern "wp-technologies.com". Klingt erst mal logisch, ist eben aber doch eine ganz andere Domain, und vermutlich irgendwo auf Ernie & Bert in der Karibik registriert.

Ergo, ich kann nur raten: Checken Sie, welche Ihrer Produkte besonders gefährdet sind. Und Erstaufträge mit abweichender Lieferadresse: Finger weg, oder bitte genau prüfen. Und am besten keine Bestätigungen bei der Telefonnummer einholen, die auf dem gefälschten Briefpapier angegeben ist ...

Hoffen wir mal, dass Sherlock Holmes bei Scotland Yard einen guten Job macht, und die Betrüger hinter Gitter bringt. Sonst werde ich sie selbst fangen!

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 Ich bleibe Geschäftsführer bei Jarltech!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
23.10.2015
Seit fast 25 Jahren bin ich Inhaber und Geschäftsführer von Jarltech. In dieser Woche haben mich bereits drei Personalberatungen - Headhunter - angerufen, um mich bei Jarltech abzuwerben. Das schmeichelt mir, zumal die Angebote sehr reizvoll waren, zumeist bei amerikanischen Großkonzernen in der Branche. Und auch durchaus an schönen Orten!

Trotzdem, liebe Personalberater, informiert Euch doch mal vorher kurz, wen Ihr da so anruft. Und wenn, dann nehme ich ausschließlich einen Geschäftsführerposten beim direkten Wettbewerb an, wenn ich zugleich alleiniger Gesellschafter bei Jarltech bleiben darf. Mal schauen, wer dann was davon hat :)

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 Tennisfieber und die Badewanne
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
11.07.2015
Da meine Frau mir zum 44. Geburtstag eine Tennis-Ausrüstung geschenkt hat, und da nun mal "Vorschläge" der besten Ehefrau von allen genauso schnell umzusetzen sind wie Winke mit dem Zaunpfahl, bin ich also dem Tennis-Fieber verfallen. Training morgens vor der Arbeit, und selbst in China habe ich eine belüftete Tennishalle gefunden, in der man auch bei 40 Grad Außentemperatur und Taifunwarnung gut Tennis lernen kann.

Als Nebeneffekt interessiert mich plötzlich Tennis im Fernsehen: Wimbledon - denn da will ich ja spätestens nächstes Jahr mitmachen. Fand ich das früher spröde und langweilig, fesselt mich ein spannendes Match jetzt noch mehr als eine dreistündige Präsentation über neue Mobildrucker.

Während Wimbledon bin ich in Shenzhen, und mein örtliches Lieblingshotel Grand Hyatt bucht mir dank meiner etlichen Aufenthalte und der vielen Buchungen für Mitarbeiter immer eine große Suite, mit einer großen Badewanne. Die lasse ich dann auch gleich einlaufen. Dumm nur, wenn man die Wanne während des Spiels von Serena Williams gegen Marija Scharapowa einfach vergisst.

Nach dem Spiel denke ich nur: Baden wäre doch jetzt schön! Mist, läuft ja schon. Auf dem Weg Richtung Badezimmer kommt mir schon das Wasser entgegen. Viel Wasser! Natürlich hat so eine Badewanne einen Überlauf, der muss ja aber nicht zwingend funktionieren. Das Bad liegt einen Zentimeter tiefer als der Rest der Räume, und hat natürlich einen Ablauf im Boden. Aber auch der kann ja mal Pause haben. Da das tiefergelegte Badezimmer auch komplett übergelaufen ist, war es wohl nicht viel Wasser, sondern eher sehr viel Wasser.

Naja, nicht mein Fehler, denke ich. Am späten Abend muss also ein Putztrupp vom Hotel mit schwerem Gerät ran. Die schicke, ultraflache Personenwaage im Bad hat es auch erwischt: Elektronik-Schaden. Der Teppich im Schlafzimmer (zum Glück ein austauschbarer) muss wohl auch mal raus zum Trocknen. Soweit, so gut. Das hat mich eine Stunde gekostet, ich hätte ja auch mal besser aufpassen können, denn mit chinesischen Installationsfirmen habe ich aus unserem Büro Erfahrung genug. Ich hätte es wissen müssen.

Am nächsten Abend rufe ich meine Frau an: "Es ist wieder passiert!". Schallendes Lachen statt Mitgefühl. Wer hat Schuld? Nicht ich, sondern natürlich Roger Federer, der einfach nicht fertig wurde mit seinem Match. Der muss sich in Acht nehmen, falls ich mal wirklich Tennis spielen kann.

Nun hatte ich den Salat, oder besser, die Suppe. Zum Glück nur lokal beschränkt auf das Bad diesmal. Was tun? Rezeption anrufen? Eher nicht, zu peinlich. Also: Handtücher, Bademäntel, alles, was irgendwie Wasser aufsaugen kann, kommt zum Einsatz. Ich dachte, das Hotel hätte den Fehler repariert. Wäre aber auch nur eine Ausrede. Also muss Spranger selber ran, zwei Stunden putzen. Strafe muss sein. Und gleich ein Trinkgeld für das Housekeeping einplanen, denn die müssen sich ja wundern, warum am nächsten Morgen überall nasse Handtücher zum Trocknen hängen.

Für wie behämmert wird man gehalten, wenn man ganz unauffällig am nächsten Tag schon wieder eine neue Waage bestellt? Denken die sich: Der ist einfach zu dick, da müssen die Waagen ja streiken? Oder bekomme ich eine Anleitung, dass man die Waage nicht unter der Dusche benutzt? Zum Glück wurde alles mit einem freundlichen Lächeln erledigt.

Heute Abend ist das Damen-Finale in Wimbledon. Meine Lösung: Wecker stellen nach Betätigung des Wasserhahns. Und die Videokamera des iPhones auf die iWatch verbinden, um visuell den Füllstand zu überwachen. Und sicherheitshalber kommt die Waage diesmal aufs Bett :)

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 Hotel-Check-Out mal anders
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
11.07.2015
Wenn wir über die Optimierung von Abrechnungen sprechen, frage ich mich, warum dieser Trend um Hotels so weitläufig einen Bogen gemacht hat. Ein Check-Out im Hotel kann ewig dauern, selbst ohne Warteschlange. Prüfen Sie bitte die Rechnung, Probeausdruck, ja - nochmal die Kreditkarte vom Check-In bitte, Abtrennung vom Privatkonsum von der Firmenrechnung, dann stimmt natürlich die Rechnungsanschrift nicht. So etwa habe ich das schon oft erlebt. TV-Check-Out dauert noch länger, und "Quick-Check-Out" per Einwurfkarte (in die man von Hand nochmal all die Daten eintragen muss, die man dem Hotel schon fünfmal gegeben hat) bietet im Ausland kaum jemand an. Sollen wir die Kreditkarte in Euro belasten (damit das Hotel die Umrechnungsdifferenz kassieren kann), oder in lokaler Währung? Wie war der Aufenthalt - obwohl zehn Minuten nach dem Check-Out ohnehin die obligatorische Umfrage-Email zur Zufriedenheit mit dem Hotel eingeht. Wir haben noch einen Euro als Spende für UNICEF auf die Rechnung gesetzt, oder sollen wir das streichen? (Gute Frage, weil: Wie soll die Firma das bitte abrechnen?).

Die beste Lösung kann so einfach sein: Ich gehe einfach. Kein Check-Out, direkt ins Taxi, und eine kurze Mail an das Hotel: Ich bin gerade aus Zimmer 222 ausgezogen, bitte rechnen Sie die Minibar noch ab und senden Sie mir den Beleg per Email. Kreditkartennummer haben Sie ja. Und die korrekte Rechnungsanschrift entnehmen Sie bitte meiner Email-Signatur. Die Hotelzimmer-Magnetkarte kann man getrost im Taxi lassen, schließlich verkaufen wir ja Magnetkarten, und Umsatzförderung muss sein :)

Klappt? Ja, immer! Es hat noch nie länger als eine Stunde gedauert, und schon war die Rechnung per E-Mail da, vielen Dank für Ihren Aufenthalt, gerne wieder. Egal ob in China, Vietnam, USA, Belgien oder Deutschland. Da hätte ich früher drauf kommen können. Der Wecker am Abreisetag klingelt jetzt entsprechend zehn Minuten später.

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 Veranstaltungen im Nirgendwo
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
18.05.2015
Unsere Hersteller erwarten, dass wir an gewissen Events teilnehmen. Jährliche Partner-Meetings in jeder Region, Quartals-Updates, »Global Summits« und so weiter. Würde ich da jedes Mal hingehen, wäre ich vermutlich nie im Büro (und ich mag mein Büro).

Manchmal ist es ganz toll, aber sehr oft auch eine Lehrstunde dafür, wie man Zeitverschwendung auch noch kompliziert gestalten kann.

Meistens haben diese Events einen Tag mit Inhalt, aber man sollte doch bitte am Tag vorher schon dort sein zur Begrüßungsrede und zum Welcome Cocktail. Auch der dritte Tag sei wichtig, denn man fasst nochmal alles zusammen. Am zweiten Tag gibt´s massenweise Powerpoint auf die Augen, und zwar schon so früh, das man nicht am selben Tag anreisen kann; und auch gerne von Leuten vorgetragen, die eigentlich gar nicht präsentieren können (oder wollen).

Noch besser: Es gibt auch immer eine »Fun«-Veranstaltung, die natürlich vorher »streng geheim« ist. Entweder ist das dann eine Fahrt mit Geländewagen, eine Brauerei- oder Weinkellerei-Besichtigung oder Ähnliches. Natürlich ist auch der Ort streng geheim. Kindergeburtstag für Erwachsene! Es gibt einen Bus dorthin und zurück, und somit kann man natürlich auch nicht eher weg. Diese Veranstaltungen sind gut gemeint, gehören aber - optional - an das Ende einer Veranstaltung. Nicht jeder möchte seine Freizeit mit seinen Wettbewerbern und Lieferanten verbringen.

Und wenn, dann doch bitte mit Tischordnung am Abend, damit sich die richtigen Leute treffen. Wie oft habe ich Abende mit Herstellerpartnern aus Südamerika und Herstellerangestellten aus Nordamerika verbracht. Alles nette Leute, aber ganz einfach nicht unser Geschäftsgebiet. Meist tauscht man nicht einmal die Visitenkarten aus. Das sagt wohl alles darüber, wie sinnlos die Zeit vergeudet wurde. Oft sind unsere Ansprechpartner der Hersteller gar nicht vor Ort, weil man seinen eigenen Mitarbeitern die Reisekosten und den Zeitaufwand nicht zumuten kann. Hört, hört.

Das Hauptproblem sind aber die Austragungsorte. Wir beten unseren Herstellern seit Jahren vor: Bitte nehmt Orte, die man auch per Linienflug vernünftig erreichen kann. Davon gibt es genug! In der Praxis entscheiden sich Eventagenturen dann aber letztlich immer für supertolle Feriendestinationen, und zwar immer genau vor Beginn oder nach Ende des Sommerflugplans.

Nach Madeira, Malta, Faro oder Jerez de la Frontera etc. kommt man selbst aus Frankfurt in der Nebensaison nur per Umsteigeflug, oder nur einmal pro Woche. Und das ist nur die Lage ex Frankfurt - wer aus Bremen oder aus Sevilla anreist, hat sowieso schon schlechtere Karten und braucht dann sieben Stunden für die Anreise.

Warum plant man an so einem Ort? Na klar: weil es billig ist. In der Nebensaison gibt es eben Zimmer zu Witzpreisen in Fünf-Sterne-Hotels und die Anreise für den eigenen Mitarbeiterstab ist entsprechend günstig. Die Destination wird danach ausgesucht, ob es zufällig einen Ryanair-Flug von der jeweiligen Firmenzentrale in das ausgesuchte Niemandsland gibt, aber wie die Kunden dorthin kommen, spielt keine Rolle.
Und warum ist der Tagungsort so günstig? Genau, weil nämlich zu dieser Zeit an diesem Ort niemand freiwillig sein möchte. Je abgeschiedener der Ort, desto weniger kann ich so eine Tagung mit anderen Dingen verknüpfen. Oft heißt es aber »unsere Kunden reisen gerne schon Tage vorher an und legen sich auf Firmenkosten an den Strand.« Hoffentlich vergessen diese Leute dann nicht, zur Tagung zu erscheinen :)

Da alles von einer Eventagentur geregelt wird, hat sich oft auch niemand vom Hersteller den Ort angesehen, geschweige denn, dort mal das Essen probiert. Auch führen Hotels lautstarke Renovierungen besonders gerne in genau dieser Nebensaison durch.

Normalerweise gibt es auch bis kurz vorher keine Agenda, sondern nur ein »Save-the-Date« für drei Tage, und damit kann man schon gar nicht vorab planen. Ich will aber planen, und zwar frühzeitig! Ich ergebe mich doch nicht einfach drei Tage einem Lieferanten!

Übler ist es nur, wenn man dann vor Ort sieht, dass es eigentlich gar nichts zu besprechen gibt, weil der Hersteller zum Beispiel sein neues Partnerprogramm noch gar nicht fertig hat, Preise und Lieferzeiten zu den neuen Produkten nicht feststehen und die Präsentationen viele betriebswirtschaftliche Formeln, aber keine greifbaren Inhalte haben. Wir wollen auf einer Herstellerveranstaltung wissen, wie wir mit dem Hersteller für uns oder unsere Kunden mehr Geld verdienen können. Die Profitmaximierung des Herstellers hingegen interessiert uns wenig.

Natürlich sind die Meetings nur für »top executives«, soll heißen, der Geschäftsführer möge bitte selbst antanzen. Ich kenne in unserer Branche aber keinen Geschäftsführer, der sich gerne in einem stickigen Saal Datenblätter von Produkten vorlesen lässt. Also bitte dann auch ein entsprechendes Programm! Oft gibt es dann auch Einzelmeetings mit der Topetage der Hersteller aus den USA oder Japan: Man sitzt sich gegenüber, aber der Top Dog hat leider weder eine Ahnung, wer Jarltech ist oder was wir machen. Und wo ist überhaupt dieses komische Europa?

Und auch ein Partnerprogramm ist nichts wert, wenn ich 20 Powerpoint-Folien benötige um es zu erklären. Dann wird unser Reseller-Kunde es sich ganz bestimmt nicht einmal ansehen.

Dazu kommt dann, dass das schöne Hotel am Strand nur Konferenzräume ohne Fenster hat, und dass wegen der teuren »Fun«-Veranstaltung leider wieder nur Geld für ein Buffet mit Tomaten und Plastikmozzarella übrig war. Ganz zu schweigen vom Tetrapak-Wein. Ganz ehrlich: Wenn eine Veranstaltung interessant ist, dann zahlt der Gast auch gerne etwas dafür, und kann auch sein Essen bezahlen. Aber haben die Hersteller Angst, dass dann keiner mehr kommt, weil die Kosten dann in gar keinem Verhältnis mehr zum Inhalt stehen?

Ein Trend ist auch, dass Hersteller sich ihre Veranstaltungen von den Kunden bezahlen lassen. Wir werden genötigt, ein Buffet »sponsored by Jarltech« anzubieten oder Jarltech Banner im Frühstücksraum aufzuhängen. Gerne werden auch mal 5.000 Euro für Lanyards (das sind diese Schlüsselanhänger, mit denen man sich sein Namensschild um den Hals hängen muss) abkassiert. Oft dürfen wir das zwar aus unserem Marketing-Budget beim Hersteller bezahlen, aber bis dahin war es mal »unser Geld«. Sprich: Ich gebe Dir Marketing-Geld, aber sage Dir, wie Du es mir zurückgeben musst. Der Werbeeffekt soll angeblich toll sein, denn es sind ja auch »die größten Reseller-Partner« da. Es gibt aber nur drei paneuropäische Distributoren, und wenn ein Reseller die nicht alle kennt, dann will er eben ohnehin keine Preise und Leistungen vergleichen.

Das Schlimmste: Das oben angesprochene Buffet ändert sich in der Qualität leider nicht durch unser Sponsoring (man kann also nicht mal eine persönliche Note setzen) und meine Wettbewerber freuen sich auch nicht, wenn Sie den ganzen Abend einen "Jarltech Breeze"-Cocktail trinken müssen. Ich habe schon genüg Häme kassiert nach dem Motto »Danke für das Sponsoring des Mittagessens, aber Sie wollen uns wohl vergiften.« Tut mir leid, die Qualität verantwortet die Eventagentur, die aus mickrigen, vom Hersteller genehmigten Speisepauschalen noch ihre Marge herausziehen muss.

Ich habe den Eindruck, dass Konzernlenker oft solche Veranstaltungen einmal pro Jahr machen müssen (wegen der Kundennähe) und dafür vielleicht auch einen Bonus bekommen. Lieber wäre es mir aber, man machte ein Event, wenn es etwas zu erzählen gibt, und nicht nur, weil man ein Event machen muss.

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 Zeit für Eigenlob
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
31.03.2015
Es ist Zeit, auch mal stolz zu sein:

Wenn eine Firma gegenüber dem Vorjahresmonat um 54% wächst, ist das eine tolle Leistung. Da geht es ja nicht nur um den Vertrieb (der letztlich ja das Gesicht zum Kunden ist), sondern auch um alle Mitarbeiter in Marketing, IT/ERP, Einkauf, Administration, Buchhaltung und Technik, die "mal eben" einen solchen "Sprung" bewältigen. Nicht zu vergessen die Logistik, die dann auch mal 100 Paletten Wareneingang von Zebra in einer Woche bewältigt, mit Leuten, die um vier Uhr morgens schon da sind und ständig Ideen haben, wie der Warenfluss verbessert werden kann.

Dazu gehört aber auch die Philosophie von Jarltech: Jeder Prozess muss skalierbar sein. Und wir finden Lösungen für alles. Rechtsanwälte beschäftigen wir für unsere M&A-Prozesse, aber nicht gegenüber Kunden, Banken, Lieferanten oder Mitarbeitern. Seit über 20 Jahren nicht. Wir vermeiden böses Blut, ohne dabei unser Rückgrat aufzugeben.

Nach so einem tollen Monat kann ich mich einfach nur freuen. Da muss es dann auch egal sein, wenn wir auf den Sieger-Champagner für unsere Mitarbeiter 30% Lohnsteuer extra bezahlen müssen. Einen großen Dank an meine Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten.
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 Der Untergang des Morgenlandes
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
13.02.2015
Siehe da: Im besten Hotel der Welt, und dort im besten Restaurant des Hotels, wurde gerade der Jackett-Zwang aufgehoben. Skandal! Nein, ich gehe dort selbst nicht hin, denn warum sollte ich abends privat ein Jackett anziehen, und außerdem ist es ein Fisch-Restaurant, und ich bin allergisch gegen Fisch, Kaviar und alles was dazugehört. Es sei denn, der Kaviar ist molekular hergestellt und schmeckt nach Gummibärchen, aber das ist eine andere Geschichte.

Letztlich habe ich es immer genossen, in der Bar vor diesem Restaurant zu sitzen. Dicke reiche Männer mit spindeldürren und halb so alten Models kamen an, um ihren reservierten Tisch einzunehmen. Leider ging das nicht, denn diese Herren hatten kein Jackett. Es stand einfach zwischen ihnen: das 1000-Dollar-Menü, die hübsche Begleiterin, die Monate im Voraus getätigte Reservierung, aber beim Türsteher war Schluss ... ergo hatte das Restaurant einen großen Fundus an Herrenabendbekleidung, und so wurden die Herren dann eben so lange umgezogen, bis sie ebenso glamourös erschienen wie ihre Begleiterinnen. Allerdings war das "ich kann mir alles kaufen denn ich bin reich"-Thema erst einmal vorbei, als man wegen unpassender Kleidung gestoppt wurde. Sie wissen ja: Respekt gegenüber dem Koch, dem Restaurant, und gegenüber dem toten Fisch. Da halfen alle Millionen nicht - kein Anzug, kein Fisch.

Beim Verlassen der Bar genoss ich immer noch einen Blick in das Restaurant: Alle Männer hatten dann letztlich das gleiche Jackett an, Kenzo in blau. Nun ja, das Restaurant wollte die Dinger ja nicht verkaufen, sondern nur die farbigen Hemden verhüllen.

Auch dieser Spaß hat nun ein Ende. Bald kann man direkt vom Strand ins Sterne-Restaurant, ohne sich umzuziehen. Schuld ist wie immer die Ukraine-Krise: Denn jeder Gast, der noch Geld hat und reisen darf, ist willkommen. Und wenn nicht die Ukraine-Krise schuld ist, dann doch die gesenkte Wachstumsprognose für China.

Ein Glück machen wir bei Jarltech keine Sterne-Gastronomie. Sondern nur Sterne-Distribution. Und so lange wir mit den Kunden nur telefonieren, hören die ja nur die freundlichen Menschen an sich, und bemerken nicht die Abwesenheit der Jacketts.
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 Spranger-getesteter Koffer
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
20.01.2015
In unserem Bonusshop gibt es jetzt unter der Rubrik "Jarltech & more" einen silbernen Bordtrolley mit Jarltech-Gravur. Nach diesem Koffer habe ich lange gesucht und etliche Modelle ausprobiert - und dann ein Modell so gut gefunden, dass ich gleich 100 Stück davon gekauft habe. Unsere Manager haben diese Koffer mit eingraviertem Namen zu Weihnachten geschenkt bekommen - praktisch besonders zum Flirten am Gepäckband. Oder wenn man als einsamer Reisender mit seinem Koffer reden möchte, hat dieser wenigstens einen Namen.
Den Rest der Koffer haben wir dezent mit "www.jarltech.com" graviert, für unsere treuesten Fans. Im Bonusshop ist der Rollkoffer seit heute verfügbar für schlappe 19.000 Punkte. Wer mir das schönste Reisefoto mit seinem Jarltech-Koffer mailt, bekommt seine Punkte selbstredend erstattet.

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 Will You Marry Me?
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
07.01.2015
Unser Einkaufsleiter, Leon Schrodt, kam auf eine sehr ungewöhnliche Idee für seinen Heiratsantrag: Er hat Empathy Shoes aus Berlin dazu gebracht, ihm Schuhe mit einer in Spiegelschrift gelaserten Sohle "Will You Marry Me?" zu liefern. Ein paar Abdrücke im Schnee sollen gereicht haben, um das begehrte "Ja" zu erhalten. So weit, so erfolgreich.
Hier der Link mit Bildern zu der erfolgreichen Aktion:
Empathyshoes Blog

Mir kommen dazu allerdings spontan folgende Fragen in den Sinn:

1. Was passiert, wenn die Dame des Herzens nicht in ein paar Metern gebührenden Abstands hinter mir laufen möchte?
2. Wie komme ich zur Ehe, wenn kein Schnee liegt?
3. Gibt es ein Schuhpaar mit "Yes" und "No", damit die Freundin auf einem Bein hüpfend ihre Antwort stempeln kann?
4. Wenn ich durch den Schnee laufe und dabei nach vorne schaue, wie schließe ich aus, dass keine andere Frau hinter mir läuft?
5. Funktioniert das ganze auch im Sandkasten oder am Strand, wenn gerade kein Schnee zur Hand ist?

Auf jeden Fall: eine Hammer-Idee, und schon mal vorab die besten Wünsche für eine tolle Hochzeit. Natürlich müssen wir als Hochzeitsgeschenk jetzt Schuhe mit "Jarltech"-Sohle besorgen. Immerhin ein guter Zweitnutzen: Stellt man sich auf die Fußspitzen, sollte man damit dann ein "Ja" drucken können ;)

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 Gedanken zum Jahresende
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
18.12.2014
Ist es eigentlich die schöne Seite von Weihnachten, dass alle dasselbe machen? Egal wo man hingeht, man hat den Eindruck, alle anderen hatten die gleiche Idee. Supermarktparkplätze, Restaurants, Tunnel in den Alpen - alles voll. Weihnachten wäre logistisch nicht so eine Katastrophe, wenn nicht auch das Jahresende noch fast zeitgleich dazu käme. Wer hat sich das denn bitte ausgedacht?

Da diskutiert man schon vor Weihnachten über Sylvester-Partys (Selbst eine machen? Sich besser selbst zu einer einladen? Was ist mit den Kindern?), und hinzu kommt alles das, was vor dem Jahresende sonst noch so erledigt sein muss: Buchhaltungskonten aufräumen, Geld eintreiben, Zielerreichungen mit Lieferanten nachverhandeln ... natürlich muss man auch immer noch in x Angelegenheiten zum Notar und so weiter. Der Endspurt des Jahres wird dann allerdings durch die Schulferien erschwert, denn dank dieser ist man an den letzten entscheidenden Tagen des Jahres in einer Skihütte und nicht in der Schaltzentrale. Nun habe ich zwar endlich Bluetooth-Skihandschuhe mit Mikrophon und Lautsprecher, aber ich vermute, es wird nicht dasselbe sein wie im gemütlichen Büro. Man will ja nicht wegen eines Telefonats die hübsche Skilehrerin aus den Augen verlieren.

Ach ja - Geschenke: Es geht wieder aufwärts. Waren die meisten Partner und Lieferanten vor zwei Jahren auf dem absolut untersten Niveau angelangt, nämlich dem Versand von E-Greetings (bitte bitte ersparen Sie mir diesen Spam, wenn es schon nicht für eine gedruckte Karte reicht), so sammeln sich doch wieder sogar einige Pakete bei uns. Und, Kompliment, oft mit kreativem Inhalt, der über die Packung Kekse plus weitergeschenktem Fusel hinausgeht. Manche Dinge sind geradezu persönlich, es kamen sogar bereits Eintracht-Frankfurt-Fanartikel bei uns an. Da haben manche Leute nicht nur Fußballsachverstand und guten Geschmack, sondern haben wirklich darüber nachgedacht, worüber sich der Empfänger freuen könnte. Übrigens kaufen wir bevorzugt bei Firmen, die uns Eintracht-Frankfurt-Fanartikel schenken, um das nochmals deutlich zu betonen.

Was gibt's noch zu tun vorm Jahresende? Das Blödeste ist, wenn man noch ein Budget ausgeben muss, das man sonst im nächsten Jahr verliert. Da kann man richtig schön sinnfrei Firmen- oder Behördengeld verbraten und muss sich auch nicht wundern, wenn es diese Firma irgendwann mal nicht mehr gibt, eben wegen der sinnfreien Ausgaben. Für Behörden gilt das natürlich nicht, da kann man ja im Notfall eine Steuer oder eine Gebühr erhöhen. Mein Tipp: So was macht man am besten kurz vor Weihnachten, da sind ohnehin alle viel zu beschäftigt, um sich darüber aufzuregen.

In diesem Sinne: Frohes Fest, Ski heil, ein schönes Jahresende und ein höheres Budget für 2015! Work hard, party hard.
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 ... und das dritte Quartal
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
11.11.2014
Wie immer, kurz ein Überblick über unsere Performance: +21% Steigerung im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr. Ohne Akquisitionen, nur Dank der Treue unserer Kunden und der Leistung aller unserer Abteilungen. Jarltechs Wachstumskurs geht ungebrochen weiter, ich freue mich!
Der September war dabei der Top-Monat. Im Oktober ging es ebenfalls sehr gut weiter, und auch das Geschäft unserer Schwesterfirma in China zieht merklich an.
Q4 wird nochmals einen schönen Endspurt bringen. Auch wenn ich gerade das Design für die Weihnachtskarten ausgesucht habe: Das Jahr ist noch nicht zu Ende!
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 Dieb im eigenen Hause ...
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
14.10.2014
Manchmal hat man Pech bei Neueinstellungen: Einer unserer Vertriebsmitarbeiter eines Büros in Westeuropa hat es in der Probezeit doch tatsächlich geschafft, nach unserem Networking-Dinner in Frankfurt die Tasche eines anderen Mitarbeiters zu klauen - mit Firmenlaptop und so weiter. Der Verdacht fiel gleich auf ihn, aber er sagte, er wisse von nichts. Nun, die Kameraaufzeichnung des Hotels zeigte dann am nächsten Morgen deutlich, wie er sich - bevor er die Tasche genommen hat -- überall nach Kameras umgeschaut hat. Also: Straftäter UND dumm - brauchen wir nicht.
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 Endlich mal wieder ein Game Changer in Sicht
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
25.09.2014
"Killer Produkte" gibt es in unserem Markt zu selten. Darunter verstehe ich Produkte, deren Zusatznutzen dem Kunden so direkt einleuchten, dass er vorhandene Hardware mit Freude über Bord wirft und ersetzt. Keine langweilige Evolution, sondern bitte Revolution.

Im Bereich der Labeldrucker gab es das sowieso schon lange nicht mehr. Entweder drucken die Drucker nur in schwarz/weiß, oder aber doch recht langsam und wartungsintensiv in Farbe.

Und dann steht er heute bei uns auf dem Tisch, ein Vorserienmuster von Epson: Ein Farbdrucker, der High-Quality-Etiketten wie aus der Druckerei ausspuckt. Die Geschwindigkeit können Sie sich so vorstellen: Nehmen Sie eine Toilettenpapierrolle, halten diese am offenen Ende fest, und werfen Sie die Rolle durch den Raum. So schnell "spuckt" der Drucker Farbetiketten aus, die sofort trocken sind. Epson ist Weltmarktführer in Tintentechnologie für Büro- und Fotodrucker -- und hat noch einen Technologiesprung draufgesetzt.

Warum sollen wir im Lager auf Farbe verzichten? Wir können Länder in Farbe kodieren oder das Logo der Kunden in perfekter Qualität aufdrucken. Oder wenn ich schon Lebensmittel neuerdings individuell kennzeichnen muss, dann zum ähnlichen Etikettenpreis doch bitte bunt und werbewirksam. Eintrittskarten, Voucher -- der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nein, der Drucker sieht nicht aus wie ein Bürodrucker. Sondern er hat ein professionelles Metallgehäuse. Die Tinte kommt aus Tanks für 20.000 Etiketten, und es muss niemals ein Druckkopf gewechselt werden. Es gibt einen Aufwickler für Riesenrollen, und einen Cutter.

Der einzige Nachteil ist der Anschaffungspreis. Der wird sicher fünf Mal so hoch liegen wie für einen vergleichbaren Einfarb-Drucker. Im Moment also nur etwas für Firmen, die einen deutlichen Zusatznutzen erkennen, und zum Beispiel vorgedruckte Farbetiketten und die Logistik dazu einsparen. Aber ich wette, dieser Wunderdrucker wird nur der Einstieg in eine komplette Druckerserie sein, nach unten ist da nämlich noch viel Luft.

Und es ist unklar, ob Epson wirklich genügend Drucker produzieren kann, um dem anfänglichen Ansturm zu begegnen.
Trotzdem: Es wurde Zeit, dass sich mal wieder etwas bewegt -- etwas, das Kunden begeistert. Ich selbst gebe zu: die meisten "neuen" Produkte interessieren mich eher weniger. Über dieses Gerät habe ich mich allerdings gefreut wie ein kleines Kind. Glückwunsch, Epson!
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 Liebe Telekom!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
06.08.2014
Nichts Neues im Taunus: Gewitter rund um die Usinger Firmenzentrale von Jarltech.
Es blitzte und donnerte ohne Unterlass, bis es kam wie es kommen musste, der Blitz mit einem lauten Knall in nicht sehr weiter Ferne einschlug und sämtliche Unternehmen in der Nachbarschaft außer Gefecht setzte -- internet-technisch.

Schnell wurde klar, dass der Verlust der Glasfaser-Internetleitung wohl irgendwie mit einem Blitzeinschlag zusammenhing. Ein Anruf bei der Telekom in der Nacht ergab, dass das alles mit den Leitungen zusammenhängt, und wir könnten beruhigt nach Hause gehen, es läuft gleich wieder. Leider nein, und ebenfalls leider lief die Telekom nicht zu Höchstleistungen auf. Und wir reden hier nicht von einem einfachen DSL-Anschluss, sondern von unserer glasfasernen Lebensader.

Nachdem in der Nacht das Netz weg war, kam der Techniker am nächsten Morgen gegen 8 Uhr um festzustellen, dass unser Internet weg ist, gleichwohl die Glasfaserstrecke nach Frankfurt intakt ist. Gut soweit, dachte ich mir, dann wird das Problem ja schnell behoben sein.

Pustekuchen! Packt der Techniker doch zusammen mit den Worten: "Ich bin nur für die Netzverfügbarkeit der Glasfaserstrecke zuständig. Offenbar liegt das Problem am Router und dafür bin ich nicht zuständig!" Ein Kollege aus der Nähe wird sich zeitnah bei Ihnen melden. Anrufen konnte man den leider nicht, und so liefen unsere Notpläne an, um unsere Lieferfähigkeit sicherzustellen. Das wenigstens hat problemlos funktioniert -- aber unsere Lieferungen macht ja auch nicht die Telekom.
Nix zu machen, erst um zwölf Uhr telekommt dann der zweite Telekommer bei uns an, prüft den Router und stellt die Diagnose: "Der Router ist vermutlich defekt, der reagiert weder auf interne noch externe Anfragen und muss getauscht werden." Wussten wir schon. Also her mit dem Ersatz-Router! Antwort der Telekom: "Gibt's nicht, nur in Hannover." Super. Wir haben nicht nur Verträge mit Kurieren, sondern hätten sogar mit dem Jarltech-Jet das Ding in einer guten Stunde herbeigeschafft.
Ein mitleidig dreinschauender Mitarbeiter des T-Vereins macht Erklärungsversuche, warum das leider mit den eigenen Prozessen nicht in Einklang zu bringen ist, und erklärt uns, dass der Router nur durch den eigenen Telekom-Kurier-Service geliefert werden kann. Zudem muss ein Zwischenstopp in Gießen zur neuen Konfiguration eingelegt werden, welcher natürlich wiederum wertvolle Zeit kostet. Man könnte die auch emailen und einspielen, aber das geht nicht, denn die Konfiguration ist "geheim".

Alle Versuche unseres Administrators, die Telekommer zu unterstützen, den Router bei dem Fachhändler um die Ecke zu besorgen oder den T-Com Router von Hannover zu uns einfliegen zu lassen, gar die Konfiguration selbst via Telefonsupport der Telekom vornehmen zu lassen, wurde über alle Register hinweg abgelehnt.
Das ist enttäuschend, kostet doch die Leitung alleine eine fünfstellige Summe im Jahr. Und alle Zeitangaben, wann denn was erledigt wäre, waren genau so, dass sich ein Umschalten auf die Arcor-Backupleitung nicht gelohnt hätte.

Letzten Endes gab es doch noch ein Happy End, denn um 20 Uhr tauchte dann doch noch ein sehr netter Telekom-Mitarbeiter mit dem letzten in Deutschland verfügbaren Cisco Modul auf, auf das mittlerweile die Fehlfunktion zurückgeführt werden konnte. Dieses wurde innerhalb von 5 Minuten durch seine Auszubildende gewechselt und in den Schrank zurückgebaut. Nach genau 15 Minuten und einem Telefonat mit der Telekom Technikzentrale lief das Internet wieder. Das hätte deutlich eher passieren müssen!
Schlimm ist die Ohnmacht, dass man bei der Telekom niemanden anrufen kann. Die Techniker rufen grundsätzlich mit unterdrückter Handynummer an. Die Leute sind alle ausgenommen nett und fähig, aber verstecken sich. Wir dachten, nur noch die CIA ruft heutzutage noch mit unterdrückter Nummer an.

Natürlich müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Obwohl wir aus Sicherheitsgründen mehrere Netzanbieter nutzen und jeder Router oder Server im Haus doppelt vorhanden ist -- nur dieser eine mysteriöse Telekom-Router war die Schwachstelle und nicht doppelt vorhanden. Das darf nicht sein -- ich frage mich nur, ob wir so ein Ding von der Telekom bekommen können, weil dann hätten wir ja auch die megageheime Konfiguration doppelt. Es würde ja auch reichen, wenn die Telekom im Großraum Frankfurt sich mal einen Glasfaserrouter auf Lager legen würde.

Ein Router der so viel kostet wie ein gebrauchter Mittelklassewagen nutzt uns offensichtlich recht wenig, solange die Konfiguration bei der Telekom hinter verschlossenen Türen stattfindet. Außer der Telekom und vermutlich der NSA kennt niemand diese ultrageheimen Daten.

Liebe Telekom, da ist noch Luft nach oben!
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 Russische Panzertechnik?
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
29.07.2014
Eben erreicht mich ein E-Mailing, in dem für METO / ARGOX Etikettendrucker geworben wird: "Drucken mit russischer Panzertechnik."
Wir konnten das erst nicht fassen. Unsere Meinung: Geschmackloser geht es nicht in der aktuellen Situation.

Unser Tipp: Wenn man schon kein Feingefühl hat - trotzdem gelegentlich mal das Hirn einschalten.
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 Neue Masche
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
30.06.2014
Es ist schon bemerkenswert: Da versucht ein Hersteller von Etikettendruckern reihenweise und quer durch Europa, bei uns über einen Headhunter Mitarbeiter abzuwerben. Als das ohne Erfolg bleibt, kommt das Angebot: "Will Jarltech nicht unser Distributor werden?" ?– Nein, wollen wir nicht.
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 Sam's Chili con Carne
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
09.06.2014
Auf unseren "Networking Dinners" im Mantis in Frankfurt servieren wir traditionell um Mitternacht ein Chili con Carne. Mittlerweile häufen sich die Anfragen, was das Geheimnis ist, warum es so lecker schmeckt. Der Chef des Hauses hat freundlicherweise sein Rezept freigegeben:

Sam's Chili con carne

250 g Zwiebelwürfel
3 Knoblauchzehen
1 Thai-Chilischote
in Olivenöl anbraten
1 kg Rinderhackfleisch dazugeben
mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und einem Bund gehacktem Koriander würzen
mit 250 ml Rotwein ablöschen
2 Lorbeerblätter, 2 EL Tomatenmark und 250 gr. feines Wurzelgemüse dazugeben
1,2 Liter geschälte Tomaten mit etwas Koriander und einer halben Jalapeno-Chilischote pürieren, zum Hackfleisch dazugeben und etwas einkochen lassen
700 g Kidneybohnen und 300 g Mais hinzugeben
mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken
nach Bedarf und Geschmack etwas Fleischbrühe und getrocknete Chilischoten dazugeben

Guten Appetit und bis zum nächsten Mal in Frankfurt!
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 Es nervt!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
22.05.2014
Richtig ärgerlich ist es, wenn Bewerber erst bei der Anreise merken, wie weit weg die Firma von ihrem Wohnort ist. Kann man sich sowas nicht vorher anschauen? Müssen wir hier alle sitzen vor Kaffee und Keksen, nur um dann einen Handy-Anruf zu bekommen: "Ich drehe wieder um, das ist mehr als zehn Minuten weg von zu Hause."

Natürlich kam der Anruf erst 20 Minuten, nachdem der Termin beginnen sollte.

Zum Glück waren wenigstens die Kekse gut :)
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 Zebra kauft Motorola
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
15.04.2014
Heute beschäftigt uns die Meldung, dass Zebra Motorola kauft. Für 3,5 Milliarden US-Dollar, laut Reuters. Hochinteressant, hätte man aber auch vorher drauf kommen können. Schließlich muss Zebra Honeywell etwas entgegen setzen, die sich mit Intermec ja nun auch eine Druckerlinie zugelegt haben. Wir fragen uns natürlich besonders, wie sich das auf die Distributionslandschaft in Europa auswirken wird. Es werden einige Klumpenrisiken entstehen, auf Hersteller- wie auch auf der Distributionsseite. Es bleibt spannend!
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 Unsere iPhone-App für Service-Techniker
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
03.04.2014
Unsere iPhone-App für Service-Techniker ist da - einfach nach "Jarltech" im App-Store suchen. Ist ein Mitarbeiter eines unserer Reseller im Service-Einsatz beim Endkunden, so kann er einfach den Seriennummern-Barcode eines defekten Gerätes einlesen und bekommt den Garantiestatus rückgemeldet. Auch Service-Verträge werden berücksichtigt. Angezeigt wird auch die landesspezifische Rücksendeadresse, die man sich auch per E-Mail zusenden kann.
Die Android-Version ist auch fertig, wird aber noch gecheckt. Anfang nächster Woche ist es soweit.
Unsere bekannte "Web-App", die es ja schon seit Jahren gibt, liefert alle anderen Jarltech-Inhalte (auch meinen Blog) bequem auf Ihr Mobilgerät. Die Funktionalitäten unserer verschiedenen Apps legen wir in den nächsten Wochen zusammen.
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 Das erste Quartal 2014 ...
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
02.04.2014
Ich freue mich, dass unser Team den Auftragseingang wieder um 23% gegenüber dem Vorjahresquartal steigern konnte. Solche Nachrichten passen zum tollen Wetter.
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 Hersteller zetteln unnötigen Preiskrieg an
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
06.02.2014
Aktuell laufen bei uns beinahe täglich "Verhandlungen" über die Ziele für das Kalenderjahr. Diese werden bei allen Herstellern immer erst dann beschlossen, wenn 1/5 des Jahres bereits vergangen ist. Das Wort "Verhandlungen" steht in Anführungszeichen, weil in den meisten Fällen eine Vorgabe da ist, zu der wir dann "ja" sagen dürfen. Ausrede dafür: "Vorgabe aus USA / Japan / woher auch immer", und "das Management bekommt auch erst seinen Bonus, wenn ein Wachstum XX erreicht ist".

Das ist keine schöne Ausrede, denn sie heißt übersetzt: "Ich hatte schon keine Eier, um mich bei meinen Vorgesetzten durchzusetzen, also gebe ich einfach meinen Druck in der Supply Chain weiter und hoffe ihr haltet die Klappe".

Es stimmt, dass wir im letzten Jahr bei allen wichtigen Herstellern unsere Ziele erreicht oder überschritten haben, und das ist schön so, denn dafür bekommen wir Zielerreichungsboni. Da das letzte Jahr sehr gut lief, habe ich allerdings den Eindruck, dass einige Hersteller in diesem Jahr schlicht "überschnappen". Wenn ein Marktführer meint, 14% oder sogar 20% Wachstum sind nötig, um einen Bonus für die Distribution zu rechtfertigen, dann stimmt etwas nicht.

Das Marktumfeld mag für Jarltech gut sein, aber der ein oder andere Distributor muss durchaus mit einem Minus im Umsatz leben. Somit sollten doch erst mal die Underperformer höhere Ziele bekommen und sich endlich anstrengen, und nicht die Outperformer immer wieder für ihre gute Leistung aus dem Vorjahr bestraft werden.

Wenn die Boni, die für die Profite so wichtig sind, von unrealistischem Wachstum abhängen, führt das letztlich eben nur dazu, dass sich alle Distributoren die Preise um die Ohren hauen. Einer unserer Hersteller nimmt sogar einen neuen Großhändler auf und meint dennoch, alle anderen könnten um 10% wachsen.

Liebe Hersteller - die das betrifft -, denkt doch noch einmal nach: Wenn ein Ziel unrealistisch ist, wird man entweder gar nicht erst versuchen, dieses Ziel zu erreichen, und sich auf andere Produkte konzentrieren - und ihr verliert Umsatz. Oder aber, man kämpft mit Biegen und Brechen (was bedeutet: Preissenkungen), und damit klappt die Marge zusammen. Und sind die Preise erst mal ausgelutscht, dann wird unser Vertrieb spätestens im nächsten Jahr die Produkte eurer Konkurrenz pushen. Ein Preiskrieg bringt uns alle nicht weiter ...
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 Stilfrage
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
17.12.2013
Das stilloseste überhaupt zur Weihnachtszeit sind Massen-Emails mit vorgefertigten Weihnachtsgrüßen. Bitte: nicht machen. Das ist OUT. Schickt eine Karte, oder ein Geschenk, aber das ist leider einfach nur: Spam. Und peinlich noch dazu.
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 Das passiert ohne Distribution: Kunden gehen verloren
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
10.12.2013
Eine ganz schlimme Branche in Bezug auf Distribution ist für mich das Geschäft mit hochwertigen Möbeln. Überall gibt es tolle Möbelgeschäfte, aber alles was oberhalb von Ikea oder Segmüller angesiedelt ist, gibt es nur mit unendlichen Lieferzeiten. Warum ist das so? Ist das, was in den Ausstellungen steht, ohnehin nur Herstellereigentum? Das Produktprogramm ist oft gar nicht so groß, das müsste ein Distributor im Hintergrund doch schaffen können? Einfach ein Drop Shipment direkt vom Distributor zum Endkunden ein paar Tage später, und alle sind zufrieden.

Neulich bekamen wir zu Hause zwei Stühle geliefert - ich hätte die Anlieferung fast verweigert, weil ich völlig vergessen hatte, dass wir die vor ein paar Monaten bestellt hatten. Wie geht das, ein kurzfristiger Umzug, aber erst nach 16 Wochen kommt die neue Couch aus Italien?

Ich denke, hier gibt es Handlungsbedarf, denn die Hersteller verlieren Business, wenn die Möbel nicht lieferbar sind. Ich habe schon oft etwas anderes gekauft, einfach weil es das gewünschte Produkt nicht gab. Ich habe auch schon Möbel in China auf Maß anfertigen lassen, weil die in zehn Tagen fertig waren, plus noch vier Wochen Verschiffung, das hätte kein Möbelhaus aus Frankfurt geschafft. Unsere Tische zu Hause kommen von einem Schreiner - nicht nur, weil sie individuell sein sollten, sondern weil wir einfach gar nicht die Lust hatten, durch Möbelhäuser zu gehen um letztlich dann den Wohnzimmerumbau um drei Monate verschieben zu müssen.

Wenn jemand von Ihnen noch eine Investmentidee braucht: hier ist was zu holen!
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 Fragen Sie doch Herrn Neumann!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
24.10.2013
Gegen Werbeanrufe kann man sich oft mit einem freundlichen "Danke" wehren. Die meisten Anrufer sind ja sehr nette Menschen. Böse bin ich nur, wenn sich mal wieder jemand zur mir mit Lügen durchstellen lässt à la "ich war mit dem Herrn Spranger bei der Bundeswehr" (wo ich nie war) oder "in der Schule" (wo ich selten war) oder ähnliches.

Allerdings gibt es auch Firmen, wo man niemals von der Liste kommt. Jede Woche ruft dann jemand an "Wer ist denn bei Ihnen zuständig für ..."

Dafür gibt es bei uns jetzt: Herrn Neumann! Denn statt einfach aufzulegen und wieder und wieder dieselben Anrufe zu bekommen, antworte ich lieber:
"... dafür ist bei uns nur der Herr Neumann zuständig. Da Herr Neumann taub ist, können Sie ihn leider wirklich nur per Email an dirk.neumann@jarltech.de erreichen, eine andere Möglichkeit gibt es nicht."

Manchmal gibt es ja Newsletter, die man nicht so einfach abbestellen kann, weil man an einem bestimmten Anbieter Interesse zeigen muss. Aber ein kurzer Hinweis per Email, künftige Nachrichten doch bitte an Herrn Neumann zu adressieren, ist höflich, und das Problem ist gelöst.

Und siehe da ... es funktioniert. Die Anrufe werden weniger, und ob Herr Neumann E-Mails bekommt oder nicht, sehe ich nicht, da ich für ihn ein 16-stelliges Passwort gewählt habe, ohne dabei auf die Tastatur zu schauen.

Lustig finden wir es, dass mittlerweile auch Post für Herrn Neumann hier ankommt. Kataloge, Werbegeschenke und sogar Einladungen. Auch diese Post nervt nicht, denn sie kann ja direkt in den Mülleimer. Da Herr Neumann mittlerweile schon in etlichen Marketinglisten steht, und man dort offenbar niemanden als taub markieren kann, rufen auch immer wieder Firmen an für ihn, zum Beispiel mit den neuesten Kapitalanlagetricks direkt aus London. Natürlich würde jeder Anrufer behaupten, dass er natürlich nicht "unaufgefordert" anruft, sondern mit Herrn Neumann schon lange in einer Geschäftsbeziehung steht.

Was mir gerade noch einfällt: Ich bitte auf diesem Wege unsere Marketing-Abteilung, mir unbedingt Visitenkarten mit den Daten von Herrn Neumann zu drucken, die ich dann auf Messen verwenden kann.

Es ist Mittagszeit, da rufe ich mir mal den Herrn Neumann in den Konferenzraum, dann kann ich wenigstens ungestört Besprechungskekse essen. Und wenn Sie sich mal was von der Seele schreiben möchten, schreiben Sie einfach an dirk.neumann@jarltech.de, er ist ein guter Zuhörer und nervt Sie garantiert nicht!
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 Promo-Wahn als letzter Ausweg
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
11.10.2013
Jarltech hat auch im abgelaufenen Quartal alle von den Herstellern gesetzten Ziele erreicht oder übererfüllt, wir freuen uns auch weiterhin über stetiges, zweistelliges Wachstum.
Was lustig ist, weil manche Wettbewerber, die Umsatz verlieren, in Ihren Analystenkonferenzen immer wieder sagen: »Wir verlieren zwar Umsatz, aber wir gewinnen Marktanteile.« Sorry: glatt gelogen. Aber ich muss eure Aktien ja nicht kaufen.

Dass im Markt auch der ein oder andere Hersteller Punkte verliert, sieht man daran, dass einige Hersteller wieder ganz tief in die »Promo«-Kiste greifen, um den Absatz anzukurbeln.

Ganz weit vorne bei diesem Treiben ist ein großer Hersteller von uns, der doch tatsächlich acht »Promos« auf einen Schlag zum 1. Oktober ausgebrütet hat. Dabei sollen teilweise unsere Mitarbeiter direkt für den Absatz bezahlt werden (was wir nicht leiden können, denn eigentlich möchten wir selbst entscheiden, welche Produkte wir fördern). Wenn auf unserem Networking-Dinner ein Herstellermitarbeiter einen Preis gewinnt, gibt es sofort Compliance-Terror - aber direkt Bargeld an unsere Mitarbeiter auszahlen, das können die Konzerne plötzlich.

Oder es gibt massive »Back-Rebates« auf Produkte, die sich dadurch auch nicht besser verkaufen. Unsere Händler kaufen nun mal nicht 100 Scanner extra, wenn dem kein Auftrag gegenübersteht.

Und wenn ich einen Scanner-Preis um 30% senke, dann muss ich massiv mehr verkaufen, um auf einen ähnlichen Umsatz zu kommen. Natürlich trommeln wir Distributoren dann auch, dass entsprechend die Quartalsziele gesenkt werden müssen. Da nun alle Distributoren 30% mehr verkaufen sollen, geht ganz logisch auch der Preis in den Keller. Es hat gerade drei Tage gedauert, bis die Promos per Daten-Feed in sämtliche Endkunden-Webshops durchgesickert sind - und damit wird dann auch das Produkt für ein Softwarehaus uninteressant, weil es ja nichts mehr zu verdienen gibt.

Offenbar will der ein oder andere Manager auf Biegen und Brechen sein Quartalsziel erreichen - aber vielleicht sollte man da lieber mal mit seinem Arbeitgeber die Ziele realistisch neu verhandeln, anstatt massiv Marge zu verschenken und den Channel zu verärgern.

Sucht man aber nach diesem Verursacher: Jeder Mitarbeiter dieses Herstellers, den man anspricht, findet diesen Promo-Wahn vollkommen überflüssig und hinderlich, und keiner will es wieder gewesen sein. Vielleicht war es ja nur ein Hacker der Konkurrenz, und das alles ist am Ende nur ein blöder Spaß gewesen.
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 Jarltech Networking-Dinner II/2013
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
02.10.2013
Ein tolles Fest. Danke an alle, die geholfen haben!
Jarltech lädt mindestens zweimal im Jahr sämtliche Mitarbeiter aus EMEA nach Frankfurt ein und dazu die Mitarbeiter einiger Hersteller. Über die Jahre haben wir das Fest perfektioniert, die beiden Bands waren diesmal erst um drei Uhr müde, und die letzten Gäste gingen erst um sieben - um sich mit Kollegen zum Frühstück zu treffen :)
Die größte mobile Carrera-Bahn Europas hat auch etliche "Spielkinder" in Ihren Bann gezogen.
Der Kostenapparat für so ein Fest ist natürlich gigantisch, insbesondere wenn man kein mickriges Büffet anbieten möchte, sondern seine Mitarbeiter und Partner belohnen will. Es gibt durchaus Veranstaltungen mancher unserer Hersteller, bei denen man auf den Gedanken kommen könnte, man hat etwas Böses getan, wenn man das Catering sieht.
Dankenswerterweise bekommen wir von eingen Herstellern Beträge in Form von Sponsoring, dennoch bleibt die Hauptlast auf unseren Schultern. Deswegen wird so ein Event auch immer wieder kontrovers diskutiert, am Ende sind wir aber jedes Mal wieder einstimmig dafür.
Wir finden, dass eine Firma, die allein in Europa und dem Mittleren Osten auf 14 Standorte verteilt ist, unbedingt ein Forum zum Gedankenaustausch in lockerer Runde benötigt. Wir glauben auch, dass es Sinn ergibt, wenn ein Kundenbetreuer eines Scannerherstellers aus Spanien mal unsere Zentrale sieht, und sich auch mal mit einem Country Manager aus den Niederlanden austauschen kann. Auch unsere Mitarbeiter aus dem Vertrieb in Polen sollen wissen, wer in Usingen letztlich ihre Pakete packt, oder die Spesenabrechnungen entgegennimmt.
Nach jedem Networking-Dinner ist mein iPhone vollgetippt mit neuen Ideen aus mindestens fünfzig kurzen Unterhaltungen.
Unbedingt zu beachten ist allerdings meine letzte Notiz des Abends: Am Folgetag keine Termine!

P.S.: Fotos vom Event und ein kurzes Video finden Sie unter www.facebook.com/jarltech

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 Ab in den Urlaub?
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
31.07.2013
Aus der Bankenwelt höre ich immer öfter, dass Bankmanager während Ihres Urlaubs gar nicht erreichbar sind. Und das mit Zwang: einige Banken kappen den Blackberry-Feed, schließen alle E-Mail-Adressen und dazu kommt noch, dass alle Zugänge zum Banksystem für den Mitarbeiter gesperrt werden. Drastisch für den, der arbeiten will. Oder für den, den eine gelegentlich Email nicht stört, und der es hasst, tagelang vor dem Urlaub alles 100% aufzuräumen und zu übergeben.

Hinzu müssen Mitarbeiter sich verpflichten, mindestens einmal pro Jahr zwei Wochen Urlaub am Stück zu nehmen, oder das Unternehmen legt einen Zwangstermin fest.

Mein Verdacht, dass das eine Aktion aus Gründen des Arbeitsschutzes sei, um Leistungsträger für Ihren Willen zu bestrafen, geht komplett daneben. Nein - die Geschäftsleitung ist es, die mit aller Macht diese Regel durchsetzt. Denn wer mit Bank- und Kundengeldern an den Wertpapiermärkten spielt, könnte ja auch die Bank betrügen, oder zumindest versuchen zu vertuschen, was gerade nicht so gut läuft.

Das Kalkül ist, dass nach spätestens zwei Wochen Inaktivität, oder Übernahme durch eine fremde Vertretung, 90% aller Betrugs- und Verheimlichungsversuche auffliegen. Na denn - ab in den Urlaub. Nicht als Belohnung, sondern weil Dein Chef Dir nicht traut und so viel geschickter prüfen kann, was Du eigentlich machst.

Als Nebeneffekt fallen dann auch mal schnell Roaming-Gebühren für 100.000 Angestellte weg. Passiert wirklich ein Notfall, kann man ja die Hotelanschrift hinterlassen :)

P.S.: Meine Rechtschreibkontrolle sagt, sie kennt das Wort "Urlaub" nicht. Da musste ich kurz lachen. Aber: es war ein Grammatikfehler. Vielleicht bin ich auch langsam urlaubsreif.
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 Das erste Halbjahr 2013
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
18.07.2013
Ein Plus von 46% gegenüber dem Vorjahr ist schlicht ein tolles Ergebnis. Bereinigt man diese Zahl um die neue Tochterfirma "Jarltech China", so bleibt noch ein Zuwachs von 35% im Auftragseingang.
Einen noch besseren Geschmack bekommt das Ergebnis, wenn man in der Berichterstattung der Wettbewerber - seit teilweise mehreren Quartalen - Rückgänge sieht. Somit wächst Jarltech sogar überproportional im Marktanteil.

Wir sind insbesondere auch darauf stolz, dass wir auch im Heimatmarkt Deutschland / ?–sterreich / Schweiz weiterhin zweistellig gewachsen sind. Dieser Bereich macht 45% unseres Umsatzes aus.

Um das Wachstum weiterhin zu stemmen, sind wir weiterhin in vielen Ländern auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, insbesondere im Vertrieb. Auch die Ausbildungstätigkeit schreitet weiter voran, so haben wir im Juni die Übernahme von sechs Auszubildenden in Deutschland gefeiert.

Bilder zu Jarltech finden Sie übrigens ständig unter www.facebook.com/jarltech
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 Vom Himmel gefallen
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
13.07.2013
In den letzten Jahren bin ich jeweils mindestens 150 mal von einer Startbahn abgehoben, und die Zahl der erfolgreichen Landungen deckt sich bislang glücklicherweise exak mit der Zahl der Starts. Die Unfälle in der Luftfahrt werden weniger, und verlagern sich geographisch auch immer mehr in die Regionen, in denen mangels anderen Geräts uralte Mühlen eingesetzt werden.

Als Luftfahrtfreund und als Berufspilot (keine Angst, ich fliege schon lange nicht mehr selbst) weiß ich gut, wie schwer es ist, einen modernen Jet kaputt zu machen. Das erfordert entweder Mutwilligkeit, grobe Dummheit oder miserables Training. Es ist nicht zu glauben, dass es trotzdem immer wieder passiert, auch bei Mitgliedern der globalen Luftfahrtallianzen.

Wo sollte man einsteigen? Ich habe das Glück, meistens die sichersten Fluggesellschaften der Welt nutzen zu können, wie Cathay Pacific, Emirates oder Singapore Airlines. Aber was sagt eine Statistik aus? Thai Airways fliegt mit modernsten A380, Turkish Airlines wurde gerade wieder zur besten Fluglinie Europas gewählt und China Airlines kommt aus Taiwan, einem der modernsten Länder der Welt. Frankreich hat eine riesige Tradition im Flugzeugbau, und totzdem scheint gerade Air France eklatante Mängel in der Pilotenausbildung zu haben. Trotzdem haben gerade diese Gesellschaften in ihrer Vergangenheit viele Tonnen Flugzeugschrott produziert und deutlich mehr Menschen auf dem Gewissen als manch andere Gesellschaft. Aber auch wenn der letzte Unfall zehn Jahre her ist - genügt das, eine Schulungskultur zu ändern? Wird, nur weil es ein neues Trainingsprogramm gibt, der junge Copilot dem erfahrenen Kapitän widersprechen und ein "Go-Around" anordnen, wenn "der Alte" die Landung versaut?

Man kann es sich ja leider auch nicht immer aussuchen. Ein innerchinesischer Flug kann eben nicht immer mit der Bahn ersetzt werden, und kann man wirklich immer vorher analysieren, ob die Piloten "einen guten Tag haben" oder überarbeitet sind? Was bringt mir eine Statistik, wenn eine Airline erst ein paar Monate alt ist?

Gerade in Asien gibt es massenhaft nagelneue Flugzeuge, dagegen sieht die Lufthansa-Flotte statistisch aus wie Alteisen. Aber ist ein Airbus, der in China hergestellt wird, genausogut wie einer aus Hamburg-Finkenwerder? Natürlich, sagt Airbus. Aber dann müsste es doch auch möglich sein, Piloten zentral auszubilden? Und Crew Ressource Management zentral zu überprüfen?

Ich finde, es gibt hier einfach zu viele Fragen, die Anlass zur Sorge bereiten. Selbst eine Asiana hatte nie einen Unfall mit einer Boeing 777 - dennoch zeigt der aktuelle Fall, dass die Cockpitbesatzung elementare Fehler gemacht hat, nur weil ein Anflug mal nicht dem Standard entsprach. Traurig.

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 Wie man an Telefonkonferenzen teilnimmt
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
17.06.2013
(heute mal ein Text geklaut von: SWISSCOM)

Telefonkonferenzen nerven.

Klar, wir sind (unter anderem) ein Kommunikationsunternehmen, und eine «Telko» statt eines Meetings spart Kosten und kommt damit nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden und der Umwelt zugute. Trotzdem gibt es einige Punkte, die zu beachten sind:

1. Eine straffe Agenda ist bei einer Telefonkonferenz nicht von Bedeutung. Die Kollegen können ja wie gewohnt an anderen Sachen weiterarbeiten, wenn ihnen langweilig ist. Sind sie gerade unterwegs, haben sie ja sowieso nichts Besseres zu tun.

2. Auch wenn du gerade nichts zu sagen hast, bediene nicht die Stummschaltung deines Apparats, damit du dich jederzeit prompt ins Gespräch einbringen kannst. Etwaige Hintergrundgeräusche sollten die anderen Teilnehmer gewohnt sein und tragen außerdem zu einem authentischeren Erlebnis bei.

3. Wenn du unterwegs bist, lasse dies die anderen Teilnehmer wissen, wenn sie es nicht sowieso an Bahnhofsdurchsagen oder vorbeifahrenden Zügen hören können (das Mikrofon bleibt ja offen!). Es unterstreicht deine Wertschätzung gegenüber den Kollegen und der Sache.

4. Bist du sowieso gerade im Zug, scheue dich nicht, Firmeninterna am Telefon zu besprechen. Du kannst so zur Public Relations deines Unternehmens beitragen.

5. Was gibt es moderneres, als Powerpoint-Folien via Desktop Sharing in der Telko zu besprechen? Die anderen Teilnehmer werden es lieben, wenn du deine textlastigen Folien per Telefon in allen Details erklärst.

6. Im Gegensatz zum echten Meeting stört es in der Telko nicht, wenn du zu spät kommst oder früher gehst. Diesem Umstand kannst du abhelfen, indem du alle Teilnehmer noch einmal persönlich begrüßt und die Gründe für deine Verspätung ausführlich erläuterst.

7. Eine Zusammenfassung des Gesagten oder gar ein Protokoll ist bei einer Telko nicht nötig, schließlich haben ja alle (na gut, bis auf die per Handy eingewählten) Kollegen die ausführlichen Powerpoint-Slides gesehen, die ja für sich selbst sprechen.

8. Auch wenn die Sprachqualität wegen der Tunnel mitunter eher an Kurzwellenfunk erinnert: Mundart ist trotzdem in Ordnung!
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 Geschäftsschädigung durch den Zoll?
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
23.04.2013
1) Das Zollwesen und die IT-Branche sollten an sich schon Freunde sein, denn es gibt dort auf die meisten Waren ganz einfach keine Zölle. Ein Gerät mit einem Stromkabel kostet keinen Zoll. Bekommen wir aber 100 Geräte, dazu 60 Kabel für Deutschland und 60 für England, die wir dann wahlweise dazu legen, dann sagt der Zoll: das passt ja nicht zusammen, also muss für die Kabel Zoll gezahlt werden.
Ärgerlich, aber dennoch Kleckerbeträge.
So begab es sich, dass auch eine Zollprüfung für einen Zeitraum von mehreren Jahren uns hier in der Zentrale nicht nur wochenlang Arbeit bereitet hat, sondern auch mit einer winzigen Nachzahlung endete - wie zu erwarten war.
Es ist ja nicht so, dass man beim Zoll einfach angeben kann, was man will: Gelegentlich wird eine Zollbeschau angeordnet, und schon damit sind Stichproben sichergestellt. Positiv fiel hier nur auf, dass der Prüfer sehr freundlich war und wir nebenbei noch einiges gelernt haben.

2) Jetzt kommt es doller: Auch der Zoll macht mal einen Fehler und tarifiert etwas falsch ein. In unserem Falle Touchscreen-Monitore als Fernseher. Schaden für uns: 70.000 Euro. Ein glasklarer Fehler, kann passieren, und ein Rückerstattungsantrag sollte problemlos durchlaufen. Das tat er auch, es hat aber knapp über ein Jahr gedauert - und es hieß nur von allen Seiten: Da habt Ihr ja noch Glück gehabt. Und bei telefonischen Nachfragen beim Zoll: Bitte rufen Sie nicht mehr an. Schriftliche Nachfragen? Keine Antwort. Und das, wo der deutsche Staat doch angeblich so gut organisiert ist.

3) Was uns dann wirklich geärgert hat, war eine Lieferung Kassenschubladen über den Hamburger Hafen in der letzten Woche. Für den Container wurde eine Beschau angeordnet. So was dauert maximal eine Stunde und ich habe auch schon mal dabei zugesehen: Der Container wurde geöffnet, die Beamten haben kurz von hinten reingeschaut, Container zu - 30 Sekunden.
Geschäftsschädigend wurde es nur dadurch, dass für diesen kurzen staatlichen Akt, dessen Sinn ich ja gar nicht anzweifeln möchte, dann plötzlich zehn Tage Vorlauf benötigt wurden. "Wir haben zu viel zu tun." Gut, aber die Wirtschaft muss doch laufen? Können so was nicht mal Nachtschichten oder Zeitarbeiter machen? Alternativ eben eine 24h-Frist, und wenn der Zoll in der Zeit den Container nicht anschauen kann, ist er eben freizulassen? Wie sollen wir Kunden das erklären, dass die Ware einfach nur rumsteht?

Meine Güte, lieber Zoll - get your act together - und versuche doch bitte, die Wirtschaft so wenig zu behindern, wie es eben geht. Der Zoll sollte sich als Dienstleister der Wirtschaft verstehen, sie vor Dumpingpreisen, Schwarzarbeit, krimineller Ware und Plagiaten schützen - und dies in einer angemessenen Geschwindigkeit. Es ist doch nicht schön, wenn alle immer auf einen schimpfen!
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 Unsere erste Hausdurchsuchung
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
17.04.2013
Der Tag fängt schon mal ausgesprochen gut an, wenn nicht nur die Sonne scheint, sondern auch gleich morgens früh eine fünfköpfige Einheit der Kriminalpolizei mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Firma auf einen wartet. Daneben unsere leicht erschrockene Büroleiterin.

Es war klar, dass die Sache nicht uns gelten konnte, denn wegen gutem Service ist ja noch keiner verhaftet worden (haha) und das Mädchen auf unserem Katalog ist weder nackt noch minderjährig.

Was jedoch erschreckend ist, ist das Ausmaß der Straftat, wegen der nicht nur bei uns, sondern auch bei fünf weiteren Firmen ermittelt wird. Da hat doch tatsächlich ein langjähriger Mitarbeiter eines Lieferanten - über drei bis vier Jahre hinweg - Ware im Wert von etwa einer Million Euro an seinem Arbeitgeber vorbei verkauft. Und zwar an Distributoren, die dachten, sie kaufen die Ware direkt.
Diese Informationen stammen übrigens nicht aus dem Verfahren, sondern von der betrogenen Firma, die uns bereits vor Monaten in Kenntnis gesetzt hatte.

Wir zum Beispiel haben direkt beim Hersteller per E-Mail bestellt, die Ware kam dann oftmals aber von einer Firma, die dem Betrüger gehörte. Die Begründung lautete, dass es noch einen Rechtsstreit gäbe mit einem ehemaligen "Exklusivdistributor" des Herstellers, daher müsse dieser Umweg gewählt werden. Bezahlt wurde demnach auch an diese Firma.

Dumm ist nur, dass wir dann irgendwann mal Retourware hatten, und diese ging natürlich direkt an den Hersteller zurück. Dort wunderte man sich über Geräte mit "zweifelhaften" Seriennummern und begann dann zu ermitteln.

Der Hersteller gehört übrigens einem Investor, und an dessen Stelle hätte ich zuerst mal den Geschäftsführer entlassen. Betrügen ist zwar böse, sich betrügen zu lassen aber auch nicht allzu clever - insbesondere über eine so lange Zeit, mit einem so hohen Betrag.

Aber gut, wir konnten genügend Unterlagen beisteuern, die von der Kripo nun sichergestellt wurden (übrigens sehr freundlich und konstruktiv) - es kann allerdings natürlich sein, dass die ganze Mühe umsonst ist, denn der beschuldigte Mann ist ... verschwunden.

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 Ungeduld ist gut!
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
18.02.2013
Ständig predige ich, dass Schnelligkeit ein ganz elementarer Teil der Jarltech-DNA ist. Einerseits bin ich selbst oft davon beeindruckt, wie schnell hier Dinge entschieden werden und dann auch passieren, andererseits gibt es dennoch gelegentlich Beschwerden über unsere Response-Zeiten.

Weil es so schön menschlich ist, suchen wir den Fehler zuerst einmal bei anderen - und, Tatsache: oft beantworten wir Kundenanfragen zu spät, weil wir noch auf Auskünfte von Lieferanten warten. Das betrifft nicht nur den Warenverkehr, oft kommen auch Antworten von Baufirmen oder Dienstleistern zu spät, oder sogar gar nicht. Das ist überhaupt das beste Hobby. Im Sinne von "Unrat vorbeischwimmen lassen" beantwortet man eine Frage eben einfach gar nicht. Ich bin mir sicher, in 30% der Fälle merkt das keiner.

Wenn man weiter schaut, bemerkt man, dass man eine Menge Zeit verliert, weil man Leuten hinterher telefoniert. Schlimm auch, wenn man eigene Mitarbeiter oder Partner an etwas erinnern muss, was diese längst hätten erledigen sollen. Und Ungeduld ist besonders auch gegenüber Lieferanten gerechtfertigt, die zwar sechs Wochen und fünf Erinnerungen brauchen, um eine WKZ-Abrechnung zu machen, aber beim ersten Tag Zahlungszielüberschreitung sofort anrufen.

Das ungleiche Maß kennt kein Ende: Unser organisatorisch mit Abstand langsamster Lieferant hat mal wieder an einem Freitag Nachmittag eine hochkomplexe Promo-Aktion veröffentlicht, die sogar rückwirkend (!!) umgesetzt werden soll - und schon am nächsten Werktag nervös angerufen, wo denn unsere Millionenorder für diese Promo bleibt. Unglaublich.

Um unseren Service zu verbessern, unsere Nerven zu schonen und vor allem Zeit zu sparen, haben wir beschlossen, Antworten schneller und aggressiver einzufordern. Es ist die eine Sache, mit Leuten zu sprechen, die nichts entscheiden können - aber dann sollten sie wenigstens in der Lage sein, in ihren eigenen Firmen Entscheidungen in vertretbarer Zeit einzuholen. Der Typ Mitarbeiter "Wir sind ein Großkonzern und der Vorstand tagt nur alle sechs Wochen und ich traue mich auch nicht, nachzufragen" ist dann eben nicht mehr der richtige Ansprechpartner für uns. Wenn ein Kunde von uns mit seinem Kundenbetreuer nicht zufrieden ist, freuen wir uns doch auch, wenn er uns das sagt, und nicht still und leise zur Konkurrenz wechselt.

Was mich persönlich betrifft, können die Leser aus diesem Eintrag zwei Dinge ableiten:
- Bitte versuchen Sie nicht, mich "einzulullen".
- Und umgekehrt: Ich antworte immer sofort, oder gar nicht. Im Falle "gar nicht" bedeutet das, dass ich einfach keine Lust habe, also müssen Sie schon aggressiver nachfragen :) Es ist hiermit gerne gestattet, gleiches Recht für alle ...
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 Nettes Kompliment
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
22.01.2013
Heute freue ich mich über eine E-Mail eines Kunden aus Holland. Schön, wenn bei mir nicht nur immer dann Fälle aufschlagen, wenn etwas nicht perfekt gelaufen ist :) Hier die Mail:

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Hello Ulrich,

We don't know each other yet - but I came across your company via a particular route:

- 16-jan-13, Epson meets a Dutch POS-specialist in New York and recommends Sweebr to him;
- 18-jan-13, 13:59 Epson calls us, explains about a new Epson printer product, well suited for web applications;
- 18-jan-13, 12:42 I order a sample of the product and set a date to meet Epson at 23-jan-13, 15:00
- 18-jan-13, 14:43 your company is introduced (Chris Bruls), CoC# etc. mailed
- 18-jan-13, 15:50 email received "welcome to Jarltech…"
- 18-jan-13, 16:34 email received "Order confirmation"
- 18-jan-13, 18:28 email received "Your products are shipped"
- 18-jan-13, 18:28 email received "Your invoice"

(inserted by myself:
- 21-jan-13, 13:35 products delivered by DPD)

In less than 4.5 hours lead time, from introduction to shipped products. Must say congratulations!.

Kind regards,

Bart Jaspers
Chief Happy Customer Officer

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Natürlich muss ich erwähnen, dass hier noch etwas mehr dazu gehört als die oben genannten Elemente. Zum Beispiel wurde noch der interne Kreditantrag für den Kunden bearbeitet.

Geschwindigkeit ist ja ein Teil der Jarltech-DNA, und unser niederländischer Vertrieb hat hier ganze Arbeit geleistet, unsere Logistik ebenfalls. Man darf aber nicht vergessen, dass unsere IT hier ebenfalls eine erhebliche Rolle spielt:

Unsere ERP-Software ist ja ein komplettes Eigenprodukt, an dem jeden Tag fünf Programmierer arbeiten. An jedem Tag gibt es auch jetzt noch im Schnitt zwei Verbesserungsvorschläge aus dem weltweiten Team. Während unser Lieblings-Wettbewerber damit beschäftigt ist, eine Multi-Millionen-Dollar-Klage gegen sein ERP-Softwarehaus voranzutreiben, freuen wir uns jeden Tag über unsere Software. Das soll kein Plädoyer gegen Standard-Software sein - nur wir sind es eben seit 20 Jahren gewohnt, ein eigenes Produkt einzusetzen. Das ist ganz sicher teurer als eine Standard-Lösung, aber eben bei Jarltech nicht wegzudenken.

Danke nochmal an Bart, you made my day :)
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 Zahlen 2012
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
05.01.2013
So, hier nun die erste erfreuliche Wasserstandsmeldung zu unseren Ergebnissen 2012. Der konsolidierte Gruppenumsatz bewegt sich zwischen 105 und 110 Millionen Euro (bzw. 137 und 143 Millionen US-Dollar), was einer Steigerung von mindestens 30% entspricht.
Neu erfasst sind dabei die Umsätze der Jarltech France SAS sowie teiljährig die der neuen Gesellschaft in China.
Genaue Daten folgen mit der Veröffentlichung der Gruppenbilanz voraussichtlich Anfang April.

Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches Jahr 2013!

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 Teamleistung Kochbuch
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
06.12.2012
Ein Jarltech Kochbuch mit 36 Gerichten aus allen unseren Vertriebsgebieten ... gekocht und fotografiert von Jarltech Mitarbeitern, und festgehalten jeweils in der Landessprache und auf englisch. Das war die Idee, die wir im Juni hatten, und eine Herkulesaufgabe für unsere Marketingabteilung.

Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir dieses kleine aber sehr individuelle Geschenk für unsere Kunden pünktlich zum ersten Dezember auf dem Tisch hatten. Nach leichten Startschwierigkeiten ("Ich kann nicht kochen" - "Mir fällt nichts ein" - "Keine Zeit") hätte es am Ende dann tatsächlich doppelt so dick ausfallen können.
Danke auch an dieser Stelle für die finanzielle Unterstützung an Datalogic, Honeywell, Epson, Citizen, HP und Panasonic. Vielleicht lassen wir kommendes Jahr unsere Lieferanten kochen für die nächste Ausgabe :)

Wenn Sie Ihr Exemplar noch nicht erhalten haben, rufen Sie einfach Ihren Ansprechpartner in unserem Vertrieb an.
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 Träumereien bei der Unternehmensbewertung
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
11.10.2012
Unsere gesamte Branche ist in Bewegung:
Während wir dieses Jahr schon zwei Unternehmen gekauft haben, scheinen sich andere Wettbewerber gegenteilig zu entwickeln. Allein zwei "Multi-Nationals" zerfallen vermutlich bald wieder in ihre Einzelteile. Ein anderer hingegen, unser "Lieblings-Konkurrent", meldet sinkende Umsätze im letzten Quartalsbericht. Aus unserer Sicht: kein Wunder.

Im Moment habe ich fünf mehr oder weniger konkrete Angebote von Übernahmekandidaten auf dem Tisch. Teilweise sind die Firmen zu klein für den Markt geworden, haben Probleme mit Banken, oder passen bei den Herstellern nicht mehr so richtig in die Channel-Strategie.

Das wäre eine schöne Gelegenheit, unser Wachstum noch weiter zu steigern, wäre da nicht die leidige Frage der Unternehmensbewertung der potenziellen Kaufkandidaten.

Ich weiß dabei oft nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Hier eine Auswahl der irrigsten Annahmen der Firmeninhaber ... ich versichere, all diese Sätze schon in jeweils mindestens fünf Sprachen gehört zu haben:

- "Meine Firma macht 15% Marge in der Distribution, und das wird immer so bleiben. Nein, es gibt keinen Trend zu sinkenden Margen, das ist in meinem Land XXX ganz anders als sonst überall."
- "Es ist doch egal, was die Firma wert ist! Der Kaufpreis muss so hoch sein, dass ich bequem in Rente gehen kann."
- Die Steigerung: Gibt es mehrere Eigentümer, dann muss auch der Kaufpreis höher sein, denn es wollen ja alle bequem in Rente gehen.
- "Nein, Garantien für Außenstände oder den Lagerwert kann ich natürlich nicht geben, gehen Sie mal davon aus, dass das alles 100% werthaltig ist."
- "Eigentlich hätte die Firma viel mehr verdient, aber ich habe mir so ein hohes Gehalt gezahlt" (weil natürlich die Firma nach der Übernahme keine Geschäftsleitung mehr braucht)
- "Wir machen nur Verluste, weil wir Steuern sparen wollen."

Nicht mal mehr unsere amerikanischen Mitbewerber fallen auf so etwas herein :)

Dabei muss in den meisten Fällen nur mal ein Hersteller die Entscheidung treffen, den Vertrag mit dem Distributor zu kündigen, und schon ist der Unternehmenswert plötzlich bei null oder darunter.

Liebe Leute, wir leben im Jahr 2012, es gab eine Finanzkrise, Übernahmen müssen immer cash-positiv sein. Das geht, und kann auch gut für beide Seiten sein. Aber ohne eine etwas realistische Sicht auf die Dinge klappt es eben nicht. Schließlich kann man Eigenkapital nicht backen.

Wie auch immer, ich werde unermüdlich weiter verhandeln (ich werde ja immerhin dafür bezahlt), und hin und wieder auch eine kreative Lösung finden. Aber im Zweifel wachsen wir dann doch lieber organisch als mit viel Geld den Ruhestand anderer zu bezahlen.
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 Firma Rast und Ruh: Morgens geschlossen, mittags zu ;)
Ulrich Spranger
Ulrich Spranger
01.10.2012
Ich musste eben doch etwas schmunzeln als mich eine Massen-Mail eines Wettbewerbers erreicht hat. "Wegen Inventur kann für zwei Tage keine Ware verschickt werden." Wohlgemerkt, es ist ein Distributor. Kein Hersteller, der lange planen kann.

Und das Lager ist auch nicht am 31.12. geschlossen, sondern zwei Tage im Quartal vier, dem umsatzstärksten Quartal unserer Branche. Und dazu kommt noch, dass diese Firma ebenfalls davon lebt, unter anderem Geräte zu vertreiben, die genau diesen Inventurvorgang vereinfachen sollten. So gesehen ist das doch etwas peinlich.

In der Distribution ist eine schnelle Logistik die Nummer-Eins-Priorität. Deswegen gibt es die "permanente Inventur", oder man macht das mal an einem Wochenende. Aber was soll ich mich aufregen, natürlich wird unser Vertrieb sich an diesen Tagen auf die Kunden dieses Wettbewerbers stürzen...
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